Microsoft gibt Office Starter auf

22. Juni 2012, 12:32
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"Office Web Apps" als Ersatz?

"Office Web Apps" als Ersatz?
Microsoft gibt die 2010 eingeführte, kostenlose "Starter"-Version von Office mit Windows 8 und der nächsten Office-Generation Office 2013 wieder auf. Das in den Funktionen eingeschränkte werbefinanzierte Office-Paket mit Word und Excel wurde bisher von den PC-Herstellern auf den meisten für den Consumer- und KMU-Markt bestimmten PCs vorinstalliert. User konnten es durch den Erwerb einer Product Key Card auf eine der Volllversionen von Office 2010 upgraden.
Wie Microsoft auf einer für OEM-Partner bestimmten Webseite erklärt, sollen PC-Hersteller in Zukunft ein neues "Office 2010 Transition OEM Preinstallation Kit" (OPK) verwenden. Das Transition OPK, erklärt Microsoft ausdrücklich, enthält kein Office Starter 2010. Das neue OPK ist für Windows-8-PCs obligatorisch, für neue Windows-7-PCs wird es "stark empfohlen".
Wenn PC-Hersteller eine frühere OPK-Version auf Windows-8-PCs installieren, könnte dies für die User eine "schlechte Erfahrung" bedeuten, findet Microsoft. User, die bereits Office Starter benützen, sollen die Gratissoftware aber durch die Installation eines Patches auch nach einem Upgrade problemlos auf Windows 8 weiterverwenden können.
Wie Microsoft Office Starter ersetzen wird, ist noch unklar. Der Softwareriese scheint bisher keine diesbezüglichen Presseanfragen beantwortet zu haben. Die Microsoft-Expertin Mary Jo Foley glaubt, dass Microsoft für Anwender, die Office gratis nützen sollen, vermehrt das Online-Office "Office Web Apps" pushen will.
Microsoft-Partner im Retail dürfte es vor allem interessieren, ob und in welcher Form die Product Key Cards weiterleben. In der Beschreibung zum neuen OPK heisst es, dass dieses die Vorinstallation eines "Office 2010 Transition Image" erlaube, das Kunden unmittelbaren Nutzen bringe. Dies tönt nach einer klassischen zeitlich beschränkten Testversion, die wahrscheinlich wiederum durch Key Cards freigeschaltet werden könnte. Dies ist allerdings eine reine Spekulation unsererseits. (Hans Jörg Maron)

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