Microsoft hat ODF nun gerne

7. März 2008, 15:28
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Während die Ausmarchung um die Anerkennung des Dokumentenstandards ooXML als ISO-Standard noch läuft, schmust sich Microsoft immer mehr an die Unterstützer des Konkurrenzstandards ODF heran.

Während die Ausmarchung um die Anerkennung des Dokumentenstandards ooXML als ISO-Standard noch läuft, schmust sich Microsoft immer mehr an die Unterstützer des Konkurrenzstandards ODF heran. ODF steht für "Open Document Format", wird von Alternativ-Bürosoftware wie "Open Office" und einigen Behörden weltweit unterstützt und ist als ISO-Standard anerkannt.
Gestern Abend nun teilte Microsoft mit, man wolle das Zusammenspiel verschiedener Dokumentenstandards mit der "Document Interoperability Initiative" aktiv unterstützen. Im Labor von Microsoft in Cambridge soll die Interoperabilität zwischen Microsofts ooXML ("Office Open XML) und ODF auf verschiedenen Plattformen getestet werden und man will die verschiedenen Hersteller an einen Tisch bringen. Ausserdem bringt Microsoft eine verbesserte Version eines Programms, das zwischen ODF und ooXML in Excel und PowerPoint übersetzen kann.
Tatsächlich sind in Sachen Dokumentenstandards - ein Thema das beispielsweise für Regierungsarchive extrem wichtig ist - aus Redmond neue Töne zu hören. "Microsoft erkennt, dass Anwender das Dokumentenformat auswählen wollen, das ihren Bedürfnissen am besten entspricht und dass Anbieter die Verantwortung für die Interoperabilität zwischen verschiedenen Standards tragen," lässt sich der für Standards verantwortliche MS-Manager zitieren.
Ob Microsofts neue, gegenüber Konkurrenzstandards freundliche Haltung hilft, ooXML als ISO-Standard durchzudrücken, wird sich bis Ende Monat zeigen. Bis dann läuft nämlich das Abstimmungsverfahren unter den Länderorganisationen der ISO. (hc)

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