Microsoft im Bett mit der Mobile-Konkurrenz

11. September 2008, 13:07
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80 Millionen Nokia-User können nun Exchange ActiveSync verwenden. Mit RIM gibts dafür einen Browser-Deal.

80 Millionen Nokia-User können nun Exchange ActiveSync verwenden. Mit RIM gibts dafür einen Browser-Deal.
In einem typischen Fall von "Coopetition" - grosse IT-Konzerne sind meist sowohl Konkurrenten in gewissen Bereichen und gleichzeitig Partner in anderen Bereichen - sind gerade gleich zwei Kooperationen Microsofts im Mobile-Bereich bekannt geworden und zwar mit Nokia und mit RIM, dem Hersteller der BlackBerrys.
RIM und Nokia sind harte Konkurrenten im Markt für Business-Smartphones. Und Microsoft seinerseits ist mit seinem Betriebssystem für Handys Konkurrent beider Unternehmen. Trotzdem arbeitet man halt auch zusammen, wenn es der Pragmatismus erfordert.
Bereits offiziell ist die aufsehenerregendere Kooperation mit Nokia, dank derer Nokia nun Exchange ActiveSync auf allen seinen Handys mit der "S60 3rd-Edition"-Plattform installieren kann. Das betrifft 43 aktuelle Nokia-Modelle, auf denen ActiveSync mitgeliefert werden wird. Zusätzlich können aber auch die Besitzer der rund 80 Millionen S60 3rd-Edition-Handys, die sich weltweit bereits im Umlauf befinden, kostenlos "Mail for Exchange" auf ihrem Gerät installieren und damit direkt auf Exchange-Mailboxen ihrer Unternehmen zugreifen.
Für Nokia ist das ein Angriff auf RIM und das Push-Mail-System, das einen Teil der Attraktivität der BlackBerrys für Business-User ausmacht. Microsoft seinerseits kann damit möglicherweise die Verbreitung von Mobile Exchange weiter fördern und gleichzeitig RIM in die Schranken weisen.
Microsoft möchte aber auch dringend mehr User für seine Suchmaschine "Live Search", und kooperiert daher gleichzeitig mit RIM. Wie 'News.com' berichtet, dürfte dieser Deal noch heute offiziell bekannt gegeben werden. Durch die Kooperation wird Live Search direkt als Suchmaschinenoption im BlackBerry-Browser und auf RIMs Mobilportal erscheinen. Zu finanziellen Aspekten des Deals äusserte sich 'News.com' nicht, aber es ist anzunehmen, dass Microsoft dafür einen Obolus an RIM entrichten muss. (hjm)

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