Microsoft integriert RSA Data Loss Prevention in Betriebssystem

12. Dezember 2008 um 15:55
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Der ungewollte Verlust von Daten ist der Albtraum eines jeden Informatikverantwortlichen.

Der ungewollte Verlust von Daten ist der Albtraum eines jeden Informatikverantwortlichen. Kein Wunder, dass Microsoft nun der Data Loss Prevention (DLP) genannten Thematik annimmt. Im Rahmen einer gemeinsamen Sicherheitsstrategie will der Konzern deshalb Technologien zur Datenklassifizierung von RSA für Data Loss Prevention in sein Betriebssystem integrieren. Dazu wird die DLP-Suite 6.5, die noch im Dezember erscheint, mit Microsofts Active Directory Rights Management Services (RMS) von Windows Server 2008 zusammenarbeiten. Mit dem Systemansatz, Informationen auf der Grundlage von Inhalt, Kontext und Identität zu schützen, sollen Unternehmen ihre sensiblen Daten auf Endgeräten, im Netzwerk und im Datacenter besser schützen und effizienter verwalten können.
Konkret sollen Unternehmen damit an zentraler Stelle Regeln definieren, und sensible Daten überall in der Firmen-Infrastruktur identifizieren und klassifizieren können. Gartner-Analyst Eric Quellet hält dies für den richtigen Ansatz: "Die Inhalts-, Kontext- und Identitäts-bezogene, automatische Anwendung von Rechtemangement-Policies stellt eine mächtige Fusion zweier Datensicherheits-Ansätze dar, die gemeinsam mehr leisten als die Summe ihrer Einzelteile."
Active Directory RMS ist in Windows Server 2003 und 2008 enthalten und wird auf Client-seite von Windows XP, Vista und dem Internet Explorer unterstützt. Microsofts Security-Verantwortlicher John G. Chirapurath wollte gemäss Medienberichten allerdings nicht kommentieren, wie Microsoft DLP in Produkte wie den Internet Explorer integriert werde und ob DLP von Windows 7 oder zukünftigen Office-Versionen unterstützt werde.
Bis RMS auch in Sharepoint oder Exchange unterstützt wird, dürfte allerdings noch etwas Zeit vergehen. Eine neue Version von SharePoint wird voraussichtlich nicht vor 2010 veröffentlicht. Bis zur Präsentation einer aktualisierten Exchange-Software dürfte sogar noch etwas mehr Zeit vergehen. (bt)

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