Microsoft ist zweitgrösster Handy-Hersteller der Welt

25. April 2014, 13:10
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Der Softwarehersteller aus Redmond schliesst den Kauf von Nokia ab. Elop wird Chef der Abteilung "Devices and Studios". Zwei Nokia-Fabriken in Indien und Südkorea werden nicht übernommen.

Der Softwarehersteller aus Redmond schliesst den Kauf von Nokia ab. Elop wird Chef der Abteilung "Devices and Studios". Zwei Nokia-Fabriken in Indien und Südkorea werden nicht übernommen.
Microsoft hat heute den Abschluss der Übernahme des Handy-Geschäfts von Nokia bekannt gegeben. Der Software-Riese aus Redmond ist damit ab sofort der nach Umsatz zweitgrösste Handy-Hersteller der Welt mit einem Marktanteil von 14 Prozent. Marktführer ist Samsung.
Der frühere Nokia-CEO Stephen Elop (Foto rechts) wird als Executive Vice President den Unternehmensbereich "Devices und Studios" verantworten und direkt an Microsoft-Konzernchef Satya Nadella (links) berichten. Elop wird in dieser Rolle die Leitung der Produktbereiche Lumia Smartphones und Tablets, Nokia-Mobiltelefone, Xbox Hardware, Surface sowie Produkte und Zubehör übernehmen. Laut einer Mitteilung soll die Integration in etwa 18 bis 24 Monaten abgeschlossen sein.
Die beiden Konzerne hatten den Kauf vor knapp acht Monaten angekündigt. Der Preis sei am Ende "etwas höher" ausgefallen als die zunächst angekündigten 5,44 Milliarden Euro. Eine konkrete Summe wurde nicht mitgeteilt. Details will Nokia am Dienstag bei der Präsentation seiner Quartalszahlen bekannt geben.
Zwei Fabriken der Finnen wurden den Angaben zufolge aus dem Geschäft herausgenommen. Der Produktionsstandort Chennai in Indien sei nicht Teil des Deals, dennoch sollten dort Handys für Microsoft hergestellt werden, erklärte Nokia. Die indischen Finanzbehörden hatten die Fabrik wegen Streitigkeiten mit Nokia im vergangenen Jahr unter Zwangsverwaltung gestellt. Es handelt sich mit fast 7000 Mitarbeitende um eine der wichtigsten Produktionsstätten des Konzerns. Ebenfalls aus dem Verkauf herausgenommen wurde den Angaben zufolge eine Fabrik im südkoreanischen Masa. Dieser Standort solle geschlossen werden, erklärte Nokia. Derzeit arbeiten dort rund 200 Menschen. Nokia kündigte für sie ein Hilfsprogramm an. (mim)

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