Microsoft lässt Hololens 1 fallen und fördert Standardisierung

31. Juli 2019, 11:38
  • innovation
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Microsoft wird das Betriebssystem für sein Hololens-Headset nicht mehr weiterentwickeln.

Microsoft wird das Betriebssystem für sein Hololens-Headset nicht mehr weiterentwickeln. Es erhält nur noch Security-Updates. "HoloLens (erste Generation) ist im Long Term Servicing (LTS), mit Wartungs-Updates, die monatlich veröffentlicht werden", schreibt der Konzern in einem Blogpost.
Nicht erwähnt wird, wie lange "Hololens (erste Generation) noch Security-Patches kriegt. So ist unklar, wann Firmen, die dafür entwickeln oder User die Headsets entsorgen können, beziehungsweise müsse.
Sofort loswerden sollte man seine teuer eingekauften Headsets aber lieber nicht, die "zweite Generation" Hololens ist nämlich noch gar nicht erhältlich. "Der Technologie-Goliath will keine Updates für sein aktuelles Produkt mehr machen – nicht gerade eine glühende Empfehlung der Technologie", kommentiert 'The Register' bissig. Das sei auch der Beweis, dass Hololens bis anhin nicht mehr sei als ein "Proof of Concept" für wenige Kunden, so die Zeitung.
Versprochen wird von Microsoft, dass die nächste Hololens-Generation (2) "verbessert" sein soll und drei Mal komfortabler zu tragen, was immer dies konkret heissen mag.
Jedenfalls kostet das Headset auch in der Developer-Version stolze 3500 US-Dollar.
Für das angekündigte Device setzt Microsoft neu zudem auf OpenXR wie einem aktuellen Blogpost zu entnehmen ist. Dies ist eine Initiative der Khronos Group, welche der Fragmentierung im AR-VR-Bereich mit Standardisierung entgegentreten will. Man werde OpenXR unterstützen, so Microsoft, weil man damit Lösungen im AR und Mixed-Reality-Bereich entwickeln könne, und dies über eine grosse Bandbreite an Hardware-Plattformen hinweg.
Also weg vom Versuch einer Monopolisierung, hin zu mehr Offenheit und Verbreitung, heisst die neue Microsoft-Strategie. Die Khronos Group hatte OpenXR 2017 präsentiert und mit einer Arbeitsgruppe aufgetrumpft, welche auch Namen wie Google, HTC, Oculus oder Samsung zu den Mitgliedern zählt.
Für Hololens- und andere AR-/VR-Developer: hier finden sich detaillierte Spezifikationen für OpenXR 1.0. Sie wurden soeben publiziert. (mag)

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