Microsoft lässt Linux in seine Wolke

7. Juni 2012, 12:57
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Öffnung von Azure, Ausbau nach unten und oben: Virtuelle Server (auch Linux!), vereinfachtes Hosting von ganzen Websites, Unterstützung von Python und Open-Source-Software.

Öffnung von Azure, Ausbau nach unten und oben: Virtuelle Server (auch Linux!), vereinfachtes Hosting von ganzen Websites, Unterstützung von Python und Open-Source-Software.
Microsoft hat gestern eine ganze Reihe von Neuerungen für seine Cloud-Plattform Azure angekündigt. Damit macht Microsoft die Plattform, die bisher vor allem als eine Art "Windows in der Wolke" angepriesen wurde umfangreicher und offener gegenüber Applikationen aus der Nicht-Microsoft-Welt. Gleichzeitig wird Azure auch zu einer direkteren Konkurrenz zu anderen "neutralen" Cloud-Services wie Amazons AWS. Die neuen Azure-Angebote und -Funktionen sollen ab heute im Rahmen von Previews getestet werden können.
Python, bessere Unterstützung für Java, PHP
Microsoft möchte gerne mehr Entwickler auch aus dem Nicht Microsoft-Lager für Azure einzuspannen. Dazu wurde laut Microsoft in der neusten Version des Entwicklerpakets (SDK) für Azure die Unterstützung für PHP und Java verbessert. Zudem unterstützt Azure nun neu auch Python und es gibt Kommandozeilentools sowohl für Windows als auch für Mac OS X um das Deployment von Applikationen in Azure zu vereinfachen.
Virtuelle Maschinen
Zudem ergänzt der Softwareriese Azure mit einem Infrastructure-as-a-Service-Angebot. Kunden müssen nun nicht mehr die ganze Plattform benützen, sondern können auch einfache "virtuelle Maschinen" mieten. Die kleine Überraschung ist dabei, dass Microsoft, was vor einigen Jahren noch nicht denkbar gewesen wäre, nicht nur Windows- sondern auch Linux-Images unterstützen will. Die Kompatibilitätsliste umfasst bisher OpenSUSE 12.1, CentOS 6.2, Ubuntu 12.04 und SUSE Linux Enterprise Server 11.
Das Mieten von virtuellen Maschinen anstatt der ganzen Plattform soll es für Kunden einfacher machen, Applikationen von physischer Hardware ohne spezielle Anpassungen an Azure in die Cloud zu migrieren. Dafür müssen sie aber auch einen grösseren Teil des Softwarestacks selbst pflegen.
Ein weiterer "Infrastruktur-naher" Service ist Azure Virtual Network, mit dem sich sozusagen "virtuelle virtuelle" private Netzwerke (VPNs) einrichten lassen. Die Azure VPNs sollen vor allem zur sicheren Kommunikation zwischen Unternehmensnetzwerken und Azure dienen.
Azure Web Sites
Microsoft arbeitet aber auch in die andere Richtung, am Ausbau der Plattform selbst. Der wohl vor allem für neuentwickelte Sites gedachte neue Service "Azure Web Sites" soll den Betrieb kompletter Webauftritte und -Services, inklusive Applikationen, erlauben, ohne das sich Kunden über den Rest Gedanken machen müssen. Auch Open-Source-Applikationen basierend auf WordPress, Joomla, DotNetNuke, Umbraco oder Drupal sollen darauf mit "wenigen Mausklicks" implementiert werden können. Die Lösung unterstützt .NET, Node.js und PHP und Deployment über Git oder FTP. (Hans Jörg Maron)

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