Microsoft mit Rekordquartalsverlust

22. Juli 2015, 09:38
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Nicht unerwartet hat Microsoft ein Dreimonatsresultat mit rekordhohen Abschreibern vorgelegt.

Nicht unerwartet hat Microsoft wegen hoher Abschreibungen auf den Nokia-Kauf ein Dreimonatsresultat mit rekordhohem Quartalsverlust vorgelegt.
Das vierte Quartal dieses Geschäftsjahres, das vom April bis Juni 2015 dauerte, schlossen die Redmonder im Vergleich mit dem Vorjahr mit einem um fünf Prozent geringeren Umsatz von 22,18 Milliarden Dollar ab. Allerdings sei etwa die Hälfte dieses Umsatzschwunds auf den starken Dollar und ungünstige Wechselkurse zurückzuführen. Doch ändert dies nichts daran, dass der Software-Riese mit 3,2 Milliarden Dollar seinen grössten Quartalsverlust seit Firmengründung ausweisen musste. Im Vorjahresquartal resultierte noch ein Gewinn von 4,6 Milliarden Dollar. Gestartet war Microsoft in das Geschäftsjahr 2015 noch mit unerwartet guten Umsatz- und Gewinnzahlen.
Den Hintergrund der diesmal so schlechten Zahlen bildet der bereits Anfang des Monats angekündigte Abschreiber. Der operative Gewinn betrug 6,385 Milliarden Dollar, drei Prozent weniger als im Vorjahresquartal.
Kontrastiert wird das ungewohnt schlechtn Ergebnis jedoch von Erfolgen bei den Surface-Tablets, mit denen 888 Millionen Dollar umgesetzt wurden, was einem Plus von 117 Prozent entspricht. Die Umsätze in der Cloud verbesserten sich um 88 Prozent und der Server- und Services-Sektor legte noch um vier Prozent zu. Auch das Xbox-Geschäft wuchs um 27 Prozent und das Suchmaschinen-Business legte um 21 Prozent zu. Ausserdem seien 8,4 Millionen Lumia-Smartphones verkauft worden, 2,8 Millionen mehr als im Vorjahr. Allerdings änderte dies nichts daran, dass die Devices- und Consumer-Sparte insgesamt mit 8,7 Milliarden Dollar ein Minus von 13 Prozent auszuweisen hatte. Geschrumpft ist laut Microsoft auch der Windows-Umsatz via OEMs, nämöich um 22 Prozent. Um acht Prozent rückläufig seien schliesslich auch die Einnahmen bei den Windows-Volumenlizenzen gewesen. (vri)

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