Microsoft muss 1-Milliarde-Franken-Busse bezahlen

27. Juni 2012, 08:26
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Europäischer Gerichtshof bestätigt Entscheidung der Kommission vom Februar 2008.

Europäischer Gerichtshof bestätigt Entscheidung der Kommission vom Februar 2008.
Wie Nachrichtenagenturen melden, hat der Europäische Gerichtshof die von der EU-Kommission verhängte Rekordbusse gegen Microsoft in der Höhe von 899 Millionen Euro im Wesentlichen als rechtens bestätigt. Der Softwarekonzern Microsoft ist damit mit seiner Berufung gescheitert. Allerdings hat das Gericht die Busse reduziert. Laut dem soeben veröffentlichten Urteil bewertete das Gericht die im Februar 2008 festgelegte Strafe als etwas zu hoch und setzte die Busse von 899 Millionen auf 860 Millionen Euro (etwas mehr als eine Milliarde Franken) herab.
Die Busse erfolgt wegen Nichteinhaltung einer Kommissionsentscheidung vom März 2004. Microsoft soll Mitbewerbern ungerechtfertigterweise Lizenzgebühren für technische Informationen verrechnet und damit gegen eine bereits 2004 verhängte Sanktion verstossen haben. Damals hatte die EU-Kommission den Softwarekonzern gezwungen, technische Einzelheiten des Betriebssystems Windows offen zu legen. (mim)

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