Microsoft nimmt öffentlichen Sektor an die Brust

10. November 2004, 10:32
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Mit einer Online-Plattform will Microsoft die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Behörden sowie öffentlichen und akademischen Institutionen fördern.

Der weltweit grösste Software-Hersteller gibt heute die Lancierung des so genannten "Solutions Sharing Network" (SSN) bekannt. Auf der Internet-Plattform SSN sollen sich Institutionen aus dem öffentlichen Sektor gegenseitig über spezifische Lösungen, Architekturen und Best Practices informieren, und Anwendungs-Quellcodes austauschen. Dies soll langfristig zu einer Senkung von Entwicklungskosten führen.
Bisher haben sich bereits einige Gemeinden, der deutsche Städte- und Gemeindebund, die UNESCO und zwei Universitätsabteilungen dem weltweiten Netzwerk und weitere öffentliche Institutionen angeschlossen. "Die Zusammenarbeit mit Microsoft ist ein weiterer wichtiger Schritt für eine umfassende Modernisierung des öffentlichen Sektors in Deutschland auf Basis der Informationstechnologie", lässt sich Franz-Reinhard Habbel vom deutschen Gemeindebund zitieren.
So weit, so gut. Fraglich scheint uns allerdings, ob es die Aufgabe eines privaten de-fakto-Monopolisten, wie es Microsoft nun einmal ist, sei, eine solche Plattform zu betreiben. Schliesslich divergieren die Interessen von Microsoft als Betreiber des SSN naturgemäss mit denen der Nutzer. (Christoph Hugenschmidt)

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