Microsoft-Partnerprogramme: Konsolidieren statt komplizieren

27. März 2006, 15:55
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"Unsere Partnerprogramme werden auf keinen Fall komplizierter"

"Unsere Partnerprogramme werden auf keinen Fall komplizierter"
Die Powerpoint-Folien, die Sherle Webb-Robins (Foto), weltweit verantwortlich für die Microsoft-Partnerpramme, am vergangenen Montag in Interlaken zeigte, sind komplex. Fast so komplex wie die wirkliche Welt der Reseller, Integratoren und Software-Hersteller, die mit Microsoft-Technologie arbeiten. Inside-channels.ch hatte die Gelegenheit, mit Webb-Robbins und mit der hiesigen Partner-Verantwortlichen Kerstin Walser nach der Präsentation über die Zukunft der Microsoft-Partnerprogramme zu sprechen.
Die Re-Zertifzierung hat vielen Microsoft-Partnern zu schaffen gemacht. Der Aufwand für die Kundenreferenzen und die Neuerfassung aller relevanten Daten, war und ist gross. Werden die Microsoft-Partnerprogramme nächstes Jahr noch komplexer?
Sherle Webb-Robins: Nein, auf keinen Fall. Wenn unsere Partner unsere Tools besser kennen, wird es einfacher. Ich gebe zu: die Benützung unserer Online-Tools war das erste Mal ziemlich hart ("tough").
Gerade die Erfassung der Kundenreferenzen werden wir viel einfacher gestalten, indem wir die einfacheren Fragen stellen. Die Voraussetzungen bei der Ausbildung der Mitarbeitenden werden wir zwar nicht erleichtern, wir werden aber mehr Gegenwert bieten.
HP verlangt neu ebenfalls eine Spezialisierung bei der höchsten Partnerstufe, bietet dafür aber auch einen konkreten Gegenwert. HP schaltete in der Schweiz ganzseitige Anzeigen mit der Botschaft, "Kauft bei unseren preferred Partnern". Werden wir von Microsoft jemals Marketing in diesem Stil sehen, bei dem die Partner im Vordergrund stehen?
Sherle Webb-Robins: Wir werden immer Marketing betreiben, mit dem wir den Brand Microsoft stärken. Anders wird es sein, wenn wir Themen-spezifisches Marketing betreiben. Da kommen die Spezialisierungen der Partner zur Geltung.
Ab April werden die Kompetenz-Profile der Partner übrigens im "Solution Finder" von Microsoft online sein. Ein Problem dabei ist, dass die Partner die Schlüsselwörter, nach denen Kunden suchen könnten, selbst eingeben müssen. Da werden wir noch helfen müssen.
Kerstin Walser: Ein gutes Beispiel ist unsere neue Security-Kampagne. Da sind die Partner, die mitmachen wollten und sich bis Ende Juni in der Kompetenz Security zertifizieren, voll eingebunden.
Mir scheint, Microsoft lege sehr viel Fokus auf die "Gold"-Partner. Eine kleinere IT-Firma kann da auf keinen Fall mithalten. Was tun Sie für die vielen kleinen IT-Firmen?
Sherle Webb-Robins: Für die kleinen IT-Firmen haben wir seit November den Status des "Small Business Specialist" geschaffen. "Small Business Specialists" bekommen ähnliche Gegenleistungen wie die Gold-Partner, müssen aber nicht die vollen Gebühren bezahlen. Die Anforderungen an sie sind absolut erreichbar. (Interview und Folienstudium: Christoph Hugenschmidt)

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