Microsoft profitiert von Firmenkunden

20. April 2012, 10:25
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Apple hin, Apple her: Der Redmonder Software-Gigant kann für das letzte Quartal anhaltend gute Zahlen präsentieren. 17 Milliarden Dollar Umsatz, 5,1 Milliarden Gewinn.

Apple hin, Apple her: Der Redmonder Software-Gigant kann für das letzte Quartal anhaltend gute Zahlen präsentieren. 17 Milliarden Dollar Umsatz, 5,1 Milliarden Gewinn.
Microsoft hat gestern die Geschäftszahlen zum abgelaufenen Quartal (Janaur bis März) veröffentlicht. Die Reaktion der Finanzwelt fällt positiv aus, denn Microsoft konnte von einer starken Nachfrage seitens Firmenkunden profitieren.
Insgesamt setzte Microsoft 17,41 Milliarden Dollar um und verdiente 5,11 Milliarden Dollar. Der Gewinn fiel etwas tiefer aus als im gleichen Quartal vor einem Jahr, weil ein Sondergewinn wegen eines Steuerdeals weggefallen ist.
Server, Office, Exchange und Lync als Geldkühe
Die Microsoft-Division Server & Tools profitierte von stark steigenden Umsätzen mit der Datenbank SQL Server und mit der Systemmanagement-Plattform System Center und steigerte den Absatz insgesamt um 14 Prozent auf 4,57 Milliarden Dollar. Die Division ist mit einem operativen Gewinn von 1,74 Milliarden Dollar sehr ertragreich.
Fast schon unanständig profitabel ist die Business Division, in der auch das Geschäft mit Microsoft Office angesiedelt ist. Die Divison machte einen Umsatz von 5,8 Milliarden Dollar und verdiente dabei 3,8 Milliarden. Mehr als jeder zweite Franken, den Firmen für Office, SharePoint, Exchange oder Lync ausgeben, landet also direkt in der Kasse der Redmonder Software-Krösusse. Ebenfalls gut gelaufen ist gemäss Microsoft das Geschäft mit den Dynamics Geschäftslösungen, also AX, NAV und CRM. Dynamics habe den Umsatz um 11 Prozent steigern können wobei der Absatz der CRM-Lösung sogar um 30 gestiegen sei, schreibt Microsoft in einer Mitteilung.
Windows hui, Online pfui
Weiterhin enorm viel Gewinn macht Microsoft auch mit dem PC-Betriebssystem Windows. In diesem Geschäftsfeld setzte Microsoft 4,6 Milliarden Dollar um und strich 2,9 Milliarden Dollar als operativen Gewinn ein. Die Division Online Services setzte vergleichsweise wenig, nämlich 700 Millionen Dollar um und produzierte einen Verlust 480 Millionen Dollar - immerhin etwa 300 Millionen Dollar weniger als im gleichen Quartal vor einem Jahr.
Die Börse ist offenbar zuversichtlich, dass Microsofts künftiges Betriebssystem Windows 8 dem Konzern zusätzlich Schub verleihen wird. Der Aktienkurs legte in den ersten drei Monaten des Jahres glatt um 24 Prozent zu. (hc)

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