Microsoft schreibt schwarze Zahlen

20. Juli 2016 um 13:13
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Trotz rückläufigem Umsatz kann Microsoft im vierten Quartal einen Gewinn von drei Milliarden Dollar ausweisen.

Trotz rückläufigem Umsatz kann Microsoft im letzten Quartal einen Gewinn von drei Milliarden Dollar ausweisen.
Microsoft konnte im vierten Geschäftsquartal 2016 schwarze Zahlen vorlegen: Nachdem der US-Konzern vergangenes Jahr einen Rekordverlust von rund 3,2 Milliarden Dollar auszuweisen hatte, erwirtschaftete Microsoft diesmal einen Nettogewinn von 3,1 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz war im Jahresvergleich hingegen rückläufig. Er sank von 22,18 Milliarden Dollar im 2015 auf aktuell 20,61 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen mitteilt.
Im gesamten Geschäftsjahr 2016 erwirtschaftete Microsoft einen Umsatz von 85,3 Milliarden Dollar. Vergangenes Jahr waren es noch 93,6 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn im Geschäftsjahr 2016 betrug 16,8 Milliarden Dollar.
Mehr Cloud, weniger Hardware
Positiv entwickelte sich im vierten Quartal der Umsatz mit dem Cloud-Geschäft. Er wuchs um 6,6 Prozent von 6,3 Milliarden auf 6,7 Milliarden Dollar. Das Business mit der Azure-Plattform habe sich dabei verdoppelt, teilt der Konzern weiter mit, ohne konkrete Zahlen zu nennen.
Zudem sei die Anzahl der Office-365-Kunden stark gewachsen. Allein bei Unternehmenskunden sei der Umsatz mit Office 365 um 54 Prozent gestiegen. Zudem habe sich die Anzahl der privaten Office-365-Nutzer auf 23,1 Millionen erhöht und der Umsatz mit Consumer-Office- und Cloud-Produkten sei um 19 Prozent nach oben geklettert. Der Umsatz mit Dynamics-Produkten und Services wuchs im Jahresvergleich um sechs Prozent, angetrieben insbesondere von Microsoft CRM Online, so die Redmonder weiter.
Nokia kostet noch immer
Der Bereich Personal Computing schrumpft hingegen mit einem Umsatz von 8,9 Milliarden Dollar im Jahresvergleich um 3,7 Prozent. Dies liegt insbesondere auch am weitgehend aufgegebenen Smartphone-Geschäft. Hier brach der Umsatz um 71 Prozent ein.
CEO Satya Nadella hatte nach der Übernahme der Handy-Sparte Belastungen von 1,1 Milliarden Dollar an. Die Surface-Produkte verkaufen sich hingegen gut. Wie Microsoft schreibt, haben insbesondere das Surface Pro 4 und das Surface Book zum Umsatzwachstum von neun Prozent in dieser Sparte beigetragen. (kjo)

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