Microsoft schwächelt auf hohem Niveau

27. Januar 2015, 10:28
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Hohe Erwartungen nicht ganz erfüllt. Einige Warnlichter für die nächsten Quartale.

Hohe Erwartungen nicht ganz erfüllt. Einige Warnlichter für die nächsten Quartale.
Microsoft hat mit seinem jüngsten Quartalsbericht die hohen Erwartungen der Investoren leise enttäuscht. Der Umsatz stieg zwar im Jahresvergleich um 8 Prozent, was die Erwartungen sogar leicht übertraf. Das Wachstum erfolgte aber nicht dort, wo es sich die Finanzgemeinde am meisten erhofft hatte. Wie das 'Wall Street Journal' analysiert, lag vor allem das Umsatzwachstum mit Unternehmenssoftware (Windows, Office, Serversoftware) mit "nur" 4,6 Prozent unter den von den letzten beiden sehr guten Quartalen geschürten Hoffnungen.
In der obigen Tabelle sind diese Umsätze unter "Commercial Licensing" und "Commercial Other" zusammengefasst. Während traditionelle Lizenzeinnahmen in den ersten Bereich fallen, enthält der letztere Bereich unter anderem die Cloud-Einnahmen (Office 365, Azure, CRM Online), die sich im vergangenen Quartal um mehr als 100 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar erhöht haben. Trotz dieses hohen Wachtums liegt der Cloud-Umsatz aber immer noch unter den Investitionen (im letzten Quartal rund 1,5 Milliarden Dollar), die Microsoft in die Erweiterung seiner dazu benötigten Infrastruktur steckt.
Microsoft-CEO Satya Nadella und seine Mitstreiter warnten zudem vor einigen widrigen Einflüssen für die Microsoft-Ergebnisse im vergangenen und in den kommenden Quartalen. Dazu gehören unter anderem der hohe Dollarkurs, stockende Geschäfte in China und Japan sowie die wieder nachlassende Nachfrage nach neuen PCs (inklusive Windows). Die meisten Unternehmen haben mittlerweile ihre alten XP-PCs erneuert, und die Nachfrage kehrt damit auf das Niveau vor dem XP-Effekt zurück.
Für die nähere Zukunft gibt es zudem zwei hausgemachte Umsatzhemmer für Microsoft. Einerseits können Hersteller seit einigen Monaten Windows für Smartphones und kleinere Tablets kostenlos verwenden. (hjm)

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