Microsoft Schweiz: Eine Momentaufnahme

8. September 2009, 12:44
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Deutlich besser abgeschnitten als der Gesamtkonzern. Online-Office und Windows 7 werden in vielen Schweizer Unternehmen angetestet.

Deutlich besser abgeschnitten als der Gesamtkonzern. Online-Office und Windows 7 werden in vielen Schweizer Unternehmen angetestet.
Anlässlich des 20-Jahre Jubiläums von Microsoft Schweiz hat Country Manager Peter Waser heute an einer Pressekonferenz einen kurzen Abriss des Geschäftsverlaufs von Microsoft Schweiz im letzten Geschäftsjahr – das jeweils von Anfang Juli bis Ende Juni dauert - gegeben.
Wie Waser gegenüber inside-channels.ch schon Ende Juli erklärte, wuchs der Umsatz des Softwareriesen in der Schweiz im abgelaufenen Jahr um einen "hohen einstelligen Prozentbetrag". Das lag unter den früher regelmässig erzielten Wachstumszahlen von rund 20 Prozent und den eigenen Erwartungen im Vorfeld, und Waser sprach denn auch davon, dass das letzte Jahr "sehr herausfordernd" gewesen sei. Fürs laufende Jahr rechnet Microsoft Schweiz nun mit einer "flachen" Umsatzentwicklung (und hofft insgeheim auf mehr).
Microsoft Schweiz beschäftigt gegenwärtig rund 500 Mitarbeitende und dürfte rund 950 Millionen Jahresumsatz (eigene Schätzung) gemacht haben.
Viel Grund zur Selbstkasteiung dürfte man in Wallisellen aber nicht verspüren. Der Gesamtkonzern musste zum ersten Mal in seiner Geschichte sogar einen Umsatzrückgang um 3 Prozent hinnehmen. In der Umsatzrangliste der Microsoft-Ländergesellschaften liegt die Schweiz weltweit gesehen auf Rang 17, und in Europa ist sie wegen des überdurchschnittlichen Abschneidens sogar um einen Rang auf Nummer 8 hochgeklettert. Ein erhöhte Nachfage verspürte Microsoft Schweiz gemäss Waser beispielsweise nach Unified-Communications-Produkten und sehr gut gelaufen sei auch das Geschäft mit SharePoint und im Consultingbereich.
In den nächsten Monaten ist nun die grosse Produktelaunchwelle mit Windows 7 und Exchange 2010 sowie Ofiice 2010 (im nächsten Frühjahr) das wichtigste Thema für Microsoft. Erstaunlicherweise erklärte Waser, dass im letzten Jahr, kurz vor der Veröffentlichung von Windows 7, auch die Migrationen von XP auf Vista in der Schweiz stärker in Gang gekommen seien. Trotzdem deutet vieles darauf hin, dass sich Windows 7 in Unternehmen schneller verbreiten wird als sein Vorgänger. Das Interesse im Vorferld scheint jedenfalls auch bei Schweizer Unternehmen gross: Vorversionen von Windows 7 wurden gemäss Waser in sehr vielen Schweizer Unternehmen, darunter bekannte Namen wie SBB, Unique, Implenia oder Suva, an insgesamt rund 97'000 Arbeitsplätzen bereits angetestet.
Sehr wichtig wird für Microsoft auch die Anpassung an das Zeitalter des Softwarebezugs per Internet sein. Eine strategische Rolle wird dabei der von Microsoft in eigenen Rechenzentren gehosteten kostenpflichtigen "Software-as-a-Service"-Version von Office zukommen, die zumindest vorerst aber nur Grosskunden angeboten wird. Gemäss Waser besteht auch daran in der Schweiz durchaus Interesse, und Pilotprojekte seien bei diversen Firmen, darunter einem "weltweit tätigen Basler Pharmakonzern" bereits in Gang. (Hans Jörg Maron)

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