Microsoft: "Sender ID"-Technologie wird freigegeben

24. Oktober 2006, 14:13
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Microsoft unterstellt die Spezifikationen für das "Sender ID"-Framework seinem sogenannten "Open Specification Promise"-Programm.

Microsoft unterstellt die Spezifikationen für das "Sender ID"-Framework seinem sogenannten "Open Specification Promise"-Programm. Das heisst, dass Microsoft nun verspricht, das andere Unternehmen in Zukunft die Sender ID-Spezifikationen unbeschränkt in eigene Produkte – zum Beispiel E-Mail-Programme oder Spam-Filter – einbauen können, ohne von Microsoft eine Lizenz erwerben zu müssen. Dieses "Versprechen" ist gemäss Microsoft unwiderrufbar.
"Sender ID" wurde als Verfahren zur Bekämpfung von Spam und Phishing konzipiert. Es soll einem Mail-Empfänger erlauben, zu überprüfen, ob ein Mail auch tatsächlich von der in der Absender-Adresse genannten Domain verschickt wurde. Damit dies funktioniert, müssen Mail-Server-Betreiber die IP-Adresse ihrer Mail-Server in einem speziellen Format veröffentlichen.
Seit etwas mehr als zwei Jahren hat Microsoft versucht, "Sender ID" als proprietäres Produkt in den Markt zu drücken, das von anderen Unternehmen lizenziert werden musste. Microsoft bezeichnet die bisherige Verbreitung als Erfolg: Gemäss Microsoft sollen weltweit rund fünf Millionen Domains und etwa 36 Prozent aller legitim verschickten Mails das System benutzen. 36 Prozent reicht aber bei weitem nicht aus, um Spams zuverlässig zu identifizieren, die Zahl müsste nahe bei 100 Prozent liegen. Durch die Freigabe versucht Microsoft nun, die Verbreitung zu erhöhen. (hjm)

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