Microsoft senkt Vista-Preise

29. Februar 2008, 16:23
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Die Retail-Versionen von Windows Vista werden zwischen 20 und 40 Prozent billiger.

Die Retail-Versionen von Windows Vista werden zwischen 20 und 40 Prozent billiger.
Microsoft senkt die Preise für die Voll- und Upgrade-Versionen seines Betriebssystems Vista, sofern sie als Retail-Box verkauft werden. Während dies in der ersten Welt nach Unternehmensangaben insbesondere die Versionen Vista Home Premium und Vista Ultimate betrifft, werden in Schwellenländern die Preise für die Versionen Basic und Premium am stärksten gesenkt. Die neuen Preise sollen mit der Veröffentlichung des Vista Service Packs 1 in Kraft treten. Als Begründung nannte Brad Brooks, Corporate Vice President Windows Consumer Product Marketing, dass Microsoft, trotz bislang 100 Millionen verkaufter Lizenzen, noch Marktpotential bei den Umsteigern von Windows 2000 oder XP sehe. Diesen sollte der Wechsel mit den günstigeren Preisen leichter gemacht werden.
Ob die Rechnung in der Schweiz so aufgeht, dürfte aber zweifelhaft sein. Die auch hierzulande erhältlichen "System-Builder"-Versionen, die eigentlich nur zusammen mit einem neuen PC verkauft werden dürften, unterscheiden sich lediglich in der fehlenden Umverpackung und den nicht enthaltenen zwei Service-Anrufen, sind aber wesentlich günstiger.
Damit werden sie wohl auch nach den Preissenkungen noch deutlich günstiger als selbst die Update-Angebote in den Retail-Versionen sein. Derzeit liegen zum Beispiel die Preise für die Vollversion von Windows Vista Ultimate im Online-Handel bei rund 770 Schweizer Franken. Das Update, für das eine Lizenz von Windows 2000 oder XP erforderlich ist, gibt es für 520 Franken, die System Builder Lizenz aber schon für 260 Franken. Sollte Microsoft die Preise hierzulande also nicht mehr als halbieren, beziehungsweise dritteln, werden wohl nur die wenigsten User allein durch die Preisofferte zum Umstieg bewogen. Microsoft Schweiz wird die neuen Preise durch den Handel kommunizieren. In Deutschland betragen die Abschläge laut Medienberichten je nach Version zwischen 20 und 40 Prozent. (tm)

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