Microsoft: So soll ein Windows-RT-PC aussehen

14. August 2012, 10:46
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Zusammenarbeit mit Hardwarepartnern vom Prototyp bis zum Endprodukt: Microsoft strebt bei Windows-RT-Geräten einen einheitlichen Qualitätsstandard an.

Zusammenarbeit mit Hardwarepartnern vom Prototyp bis zum Endprodukt: Microsoft strebt bei Windows-RT-Geräten einen einheitlichen Qualitätsstandard an.
Microsofts Windows-Verantwortlicher Steven Sinofsky hat gestern auf dem "Building Windows 8"-Blog" angekündigt, dass auch Dell, Lenovo und Samsung PCs mit Windows RT angekündigt.
PCs, nicht Tablets
Sinofsky verwendet in seinem Beitrag konsequent den Ausdruck "Windows-RT-PC", und nicht etwa RT–Tablet. Der Softwareriese will die Windows-RT-Geräte offensichtlich nicht als direkte Konkurrenz zu iPad, Samsung Galaxy und Co. positionieren, sondern versucht, sie als Fortentwicklung des normalen PCs, allerdings für "aufregende" neue Anwendungszwecke, darzustellen. Ein entscheidendes Differenzierungsmerkmal zu den iPad-artigen Tablets sollen dabei Tastaturen und Touchpads sein, die viele der Windows-RT-Geräte in irgendeiner Form beinhalten werden. Microsoft selbst integriert zwei Tastaturvarianten in die Hülle seines Surface, andere Hersteller werden andockbare Tastaturen mitliefern. Laut Sinofsky wird es sogar RT-PCs im traditionellen Laptop-Design mit fixer Tastatur geben.
Microsoft will Kontrolle über RT-Geräte
Apple hat die volle Kontrolle über das Design, die Hardware und die Software seiner Geräte, und kann diese aufeinenader abstimmen. Das ist einer der Gründe für den Erfolg von iPhone, iPad und Mac-Computern. Microsoft nahm bisher dagegen wenig Einfluss auf seine Hardware-Partner. Diese haben in der Vergangenheit denn auch hin- und wieder "Gurken" produziert, die trotz Microsoft-Gütesiegeln wie "Vista-ready" kaum fähig waren, die Software befriedigend zu betreiben.
Zum Launch von Windows-RT habe es nun, so Sinosfky, ganz anders als bei früheren Windows-Versionen eine ganz neue, intensive Zusammenarbeit zwischen Microsofts Entwicklungsabteilung, Chipentwicklern, PC-Herstellern und Telcos gegeben, um Hardware, Software und Services aufeinender abzustimmen. So hätten beispielsweise alle Partner schon frühe Hardware-Entwürfe und Entwicklungsschritte miteinander geteilt, von Chipboards über Firmware und Treiber bis zu Hardware-Prototypen. Unser Foto zeigt einen dieser Prototypen und das daraus enstandene Gerät von Asus.
Wieviel Druck Microsoft dabei auf seine Partner ausübte, damit diese auch brav zusammenarbeiteten, erwähnt Sinofsky nicht. Diese Kooperation unter Konkurrenten dürfte aber sicher einige spannende Sitzungen mit sich gebracht haben, insbesondere da Microsoft seine Hardwarepartner mit dem Surface nun ja auch noch erstmals selbst direkt konkurrenziert.
Lange Laufzeit, alles leicht und dünn
Das Resultat der engen Entwicklungszusammenarbeit sei aber nun, so Sinofsky, dass sowohl die Bildschirme als auch die Touchpads aller Windows-RT-PCs schnell und flüssig auf Touch-Eingaben reagieren. Zudem hätten alle durchgängig eine lange Batterielaufzeit und seien dünn und leicht.
Um dies zu untermalen bringt Sinofsky einige Zahlen. Demgemäss reicht die Batterielaufzeit der ersten RT-Geräte für zwischen acht und 13 Stunden HD-Video-Playback. Die Standby-Batterielaufzeit soll zwischen 320 und 409 Stunden liegen, das Gewicht zwischen 520 und 1200 Gramm und die Dicke zwischen 8,35 und 15,6 Millimetern.
Zu den neuen Features der RT-Geräte soll unter anderem drahtlose Datenübertragung zwischen RT-PCs über "Near Field Communications" (NFC) gehören. Damit soll es unter anderem möglich sein, Fotos und beliebige andere Files auszutauschen, indem man einfach zwei Windows-RT-PC leicht aneinanderklopft. (Hans Jörg Maron)

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