Microsoft steigt in den Wearables-Ring

20. Oktober 2014, 13:38
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Nach zehn Jahren nehmen die Redmonder einen weiteren Anlauf mit einem hauseigenen Wearable-Gerät.

Nach zehn Jahren nehmen die Redmonder einen weiteren Anlauf mit einem hauseigenen Wearable-Gerät.
In den nächsten Wochen soll Microsoft mit einem eigenen Wearable auf den Markt kommen, berichten unsere amerikanischen Kollegen 'Forbes'. Ob es sich dabei um eine Smartwatch oder um ein Armband handelt, sind sich die beiden Publikationen nicht einig. Klar jedoch scheint, dass das Gerät Schritte, Herzfrequenz, Kalorien und weitere Fitness-Kennzahlen zählt. Die Batterie soll über zwei Tage bei normalem Gebrauch halten, haben Quellen gegenüber beiden Zeitschriften gesagt.
Wenn die Smartwatch-Hersteller das Akku-Problem in den Griff bekommen, steht ihnen eine glänzende Zukunft bevor, so die letzte Analyse aus der Markforscher-Stube Gartner. Somit wäre Microsoft mit zwei Tagen Laufzeit weiter als Samsung oder Google - denn sowohl Galaxy Gear Smartwatch als auch Moto 360 müssen täglich aufgeladen werden. Auch bei der Apple Watch geht man davon aus, dass das Gerät nur einen Tag ohne Steckdose auskommt.
Das Wearable von Microsoft wird voraussichtlich im lukrativen Weihnachtsgeschäft in die Läden kommen - also auch früher als Apples Smartwatch. Der Name des Gerätes ist unbekannt, genau so der Preis. Laut 'The Verge' werde das Band sowohl Windows Phone, iOS und Android unterstützen.
Wer übernimmt die Wearable-Macht?
Das Wearable wäre das erste Engagement des Unternehmens in eine neue Gerätekategorie unter dem neuen Chef Satya Nadella. Und das zehn Jahre nachdem die Redmonder bereits eine Smartwatch ("smart personal objects technology", SPOT, siehe Foto) auf den Markt gebracht haben - und floppten.
Dem Wearables-Markt wird eine goldenen Zukunft vorausgesagt - pro Jahr soll das jährliche Wachstum rund 80 Prozent betragen, so die IDC-Marktforscher. So drängen auch alle Geräte-Hersteller auf diesen wachstumsfreudigen Markt: Der wirkliche Durchbruch wollte aber noch niemandem gelingen. Falls das Armband von Microsoft tatsächlich lediglich ein weiteres Fitness-Band wird, wird es wohl auch dieses Device nicht schaffen. (lvb)

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