Microsoft stellt Reporting schon wieder um

1. Oktober 2015, 14:18
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In drei neuen Geschäftsbereichen will Microsoft ab dem 22. Oktober (erstes Quartal 2016) seine Finanzzahlen ausweisen. Die Anpassung der finanziellen Berichtsstruktur wird als Teil des Transformationsprozesses erklärt, der Microsoft in Richtung "Mobile- und Cloud-first" trimmen soll.

In drei neuen Geschäftsbereichen will Microsoft ab dem 22. Oktober (erstes Quartal 2016) seine Finanzzahlen ausweisen. Die Anpassung der finanziellen Berichtsstruktur wird als Teil des Transformationsprozesses erklärt, der Microsoft in Richtung "Mobile- und Cloud-first" trimmen soll. Künftig werden demnach die Zahlen in den Bereichen "Productivity and Business Processes", "Intelligent Cloud" und "More Personal Computing" ausgewiesen.
Im ersten Sektor werden Office-Commercial- und Consumer-Produkte, mit Exchange, SharePoint sowie dem jeweiligen Skype und Office 365 abgebildet plus die Dynamics-ERP- und CRM-Angebote. Im Cloud-Bereich finden sich dann unter anderem die Zahlen zu Windows Server, Visual Studio, SQL Server, System Center inklusive der dazugehörigen Services. Schliesslich werde man unter "More Personal Computing" die Zahlen für alle Formen der Windows-Lizenzierung reporten, die diversen Devices und Gaming-Angebote und die Werbung auf Suchmaschinen.
Denkt man daran, dass Microsoft die Berichtsstruktur zuletzt im Jahr 2013 nach einer massiven Umstrukturierung umgestellt hat, fragt sich, warum das jetzt erneut geschieht. Die Redmonder selber sprechen davon, mehr Transparenz zu schaffen, um die Fortschritte der neuen strategischen Ausrichtung nachvollziehbar zu machen. Allerdings dürfte das nur ein Teil der Wahrheit sein. Denn die Erfolge oder Misserfolg einzelner Produkte und Services, muss Microsoft beispielweise in der Sparte "More Personal Computing" nicht detailliert aufschlüsseln, weil hier unter anderem Windows, Endgeräte und das Werbegeschäft kombiniert sind. (vri)

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