Microsoft stellt Tische her

30. Mai 2007, 13:09
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Abgeguckt bei IKEA.

Abgeguckt bei IKEA.
Bald werden Hotel-Gäste, Casino-Zocker, Restaurant- und Shoppingcenter-Besucher an einen Tisch aus dem Hause Microsoft sitzen können. Der gestern an einer Konferenz in Kalifornien präsentierte Tisch (Bild) mit dem Namen "Surface" (Oberfläche) ist 55 Zentimeter hoch, 53 Zentimeter breit und über einen Meter lang und kann natürlich viel mehr als einfach nur ein Tisch sein.
Stellen Sie sich vor, Sie gehen in Ihr Lieblingsrestaurant und geben gleich am Tisch per Touch-Screen Ihre Bestellung ein und müssen nicht darauf warten, dass der Kellner vorbeikommt. Der zauberhafte Microsoft-Tisch ist auch in der Lage, Gegenstände zu erkennen. Wenn Sie Ihr Glas Wein erhalten, könnte auf dem 30-Zoll-Display eine kleine Dokumentation zur Entstehung dieses Weines gezeigt werden. Die Möglichkeiten scheinen unbegrenzt, CEO Steve Ballmer sprach von einer "Multibillion Dollar"-Produktkategorie. "Surface" soll sich als Marke ähnlich wie Xbox und Zune etablieren.
Die Entwicklung von "Surface" begann vor sechs Jahren. Stevie Bathiche von Microsoft Hardware und Andy Wilson von der Forschungsabteilung wollten ein Produkt entwickeln, das die physische und die virtuelle Welt verbindet. Zwei Jahre später gingen sie zu IKEA, kauften einen kleinen Tisch, und machten daraus den ersten Prototypen. Bill Gates gefiel die Idee und so entstand 2004 die Surface Computing Group, die 85 verschiedene Prototypen herstellte. Ab 2005 wurden immer wieder kleine Änderungen angebracht, bis die Endversion nun der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
Die Technologie soll nach Meinung von Microsoft in Zukunft auch in anderer physischer Form (im Kühlschrank, im Spiegel) unseren Alltag interessanter und leichter gestalten. Vorerst gibt es "Surface" nur als Tisch. Das Ding soll noch Ende dieses Jahres erhältlich sein. Je nach Ausstattung soll das Produkt zwischen 5000 und 10'000 US-Dollar kosten. Microsoft-Partner wie T-Mobile USA, Starwood Hotel & Resorts und Harrah's Entertainment werden ihren Kunden erste Versionen anbieten können. Weitere Informationen zu "Surface" gibt es hier. (mim)

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