Microsoft, Symantec und CA ausgestochen: IBM schluckt ISS

23. August 2006, 14:57
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IBM tätigt die dritte Übernahme innert drei Wochen und bezahlt 1,3 Milliarden Dollar in bar für den Security-Spezialisten.

IBM tätigt die dritte Übernahme innert drei Wochen und bezahlt 1,3 Milliarden Dollar in bar für den Security-Spezialisten.
IBM hat heute die Übernahme des Security-Spezialisten Internet Security Systems (ISS) für 1,3 Milliarden US-Dollar in bar bekannt gegeben. IBM erwartet, dass die Übernahme nach dem OK der Aktionäre und der Behörden im vierten Quartal 2006 abgeschlossen sein wird. Der Zukauf stärke IBM im Bereich Managed Security Services, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung.
Die Geschäftstätigkeiten von ISS sollen als Business Unit in die Infrastructure Management Services Unit integriert werden, die seinerseits zu IBM Global Technology Services gehört. Die Software-Abteilung von ISS wird hingegen Teil des Tivoli IT Service Management Porfolio.
Microsoft und Co. ausgestochen
Die ISS-Übernahme lag schon seit einigen Wochen in der Luft. Der Aktienkurs des Unternehmens kletterte nach Spekulationen steil nach oben. Als mögliche Interessenten wurden nebst IBM auch Microsoft, Symantec und CA gehandelt. Letztlich hat wohl die Tatsache, dass IBM seit 1999 Partner von ISS ist, den Ausschlag gegeben.
ISS zählt 11'000 Kunden weltweit, darunter – laut eigener Aussage – 17 der grössten Banken, 15 der grössten Länder, 11 der grössten Versicherungen und 13 der grössten IT-Firmen weltweit. Das Unternehmen hat auch eine Niederlassung in Regensdorf.
IBM hat erst vor zwei Wochen die Übernahme des ECM-Anbieters FileNet für 740 Millionen Dollar. (mim)

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