Microsoft testet Downloads als Alternative zur Produkt-DVD

18. Januar 2007, 15:29
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Microsoft startet erstmals einen Versuch, seine Hauptprodukte Vista und Office auch per Download auszuliefern.

Microsoft startet erstmals einen Versuch, seine Hauptprodukte Vista und Office auch per Download auszuliefern.
Gleich mit drei neuen Optionen, Windows Anytime Upgrade, Windows Marketplace und den Family Discount Rewards, die es allerdings nur in den USA geben wird, weitet Microsoft die Möglichkeiten des Produkterwerbs aus. Anytime stellt dabei eine recht bequeme Möglichkeit dar, Vista auf eine höhere als die zunächst erworbene Lizenz upzudaten. Grundsätzlich enthält jede Vista DVD alle möglichen Programmteile. Allein der Installationsschlüssel entscheidet darüber, welche davon installiert werden und welcher Funktionsumfang danach zur Verfügung steht. Erwirbt man per Windows Anytime einen Schlüssel für eine leistungsstärkere Version, werden die Daten von der DVD einfach nachinstalliert. Interessant wird es da bei der Frage, was OEM- und BTO-Hersteller demnächst ihren Rechnern beilegen. Bislang ist das häufig nur eine Notfall CD, die den Kunden beim Update via Anytime allerdings vor Probleme stellen würde.
Downloads auf Marketplace
Erstmals werden Microsoft Vista und Office2007 auch über Microsofts "Windows Marketplace" und somit als Download vertrieben. Das heisst nicht, das Microsoft direkt verkauft: Der Marketplace ist an die Online-Shops von Retail-Partnern gekoppelt. Kunden sehen, mit welchem Unternehmen sie für ein bestimmtes Programm einen Vertrag schliessen. Zuerst müssen Kunden aber ein "Digital Locker"-Account abschliessen. Gemäss Microsoft werden auf Marketplace nur englische Versionen erhältlich sein. Auf dem Marktplatz scheint grundsätzlich die Möglichkeit vorgesehen zu sein, dass Kunden zwischen mehreren Anbietern wählen können. Bei unseren Stichproben fanden wir für die aktuell vorrhandenen Produkte aber immer nur einen (US)-Anbieter. Ob in Zukunft auch Partner aus anderen Regionen beteiligt werden und ob Kunden von ausserhalb Nordamerikas überhaupt Käufe abschliessen können, konnten wir bisher nicht in Erfahrung bringen.
Das allein nordamerikanischen Kunden vorbehaltene Family Discount Reward Programm ermöglicht den Kauf von zwei zusätzlichen Versionen von Windows Vista Home Premium, sofern man schon Besitzer einer Ultimate Lizenz ist. Da diese Lizenzen allerdings auf den Einsatz in den eigenen vier Wänden beschränkt sind, hat Heise vorgerechnet, dass man ohne diese Einschränkungen in Kauf nehmen zu müssen mit drei Systembuilder-Versionen günstiger fährt, sofern man auf die Supporthotline verzichten kann. (tm(hjm)

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