Microsoft verärgert den Channel

12. Juli 2013, 13:24
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Mehr eigene Retail-Stores - wo aber bleibt der Channel?

Mehr eigene Retail-Stores - wo aber bleibt der Channel?
Microsoft scheint gerade nicht so ein feines Händchen für die eigenen Partner zu haben. Im 2'700 Wörter langen Memo an die Mitarbeitenden zur umfassenden Reorganisation von Microsoft erwähnte CEO Steve Ballmer kein einziges Mal das Wort "Channel". Lediglich vier Mal erwähnte er die Partner. Entweder Innovationspartner, also Hardwarebauer oder Softwareentwickler, oder Businesspartner wie Yahoo und Nokia. Wo aber bleibt der breitere IT-Channel in der Reorganisation?
An der Partner-Konferenz in Houston diese Woche erntete auch Microsoft-COO Kevin Turner von den Partnern Kopfschütteln. Er lud die anwesenden Partner laut 'Channelobserver' ein, die hauseigenen Retail-Stores zu besuchen - in denen unter anderem auch das Surface-Tablet direkt verkauft wird.
Das Problem daran war, dass Turner die Systemhäuser aufforderte, doch gleich ihre Kunden mitzubringen. "Ihr solltet unsere Retail-Stores als Verlängerung von eurem Büro begreifen. Die Stores sind ein grosser Vorteil für euch, bringt eure Kunden doch gleich mit," wird er zitiert. Der Haken: Die grosse Mehrheit der Partner selber darf gar keine Surface-Modelle verkaufen, weshalb die Aufforderung gar nicht gut aufgenommen wurde. Von der jüngst angekündigten Surface-Channeloffensive profitieren nur wenige Large Account Reseller in den USA.
Im gleichen Atmenzug verkündete Turner zudem, dass weltweit von 73 auf 101 Microsoft-Retail-Stores aufgestockt wird. Die Filialen sollen bis Ende des Fiskaljahres 2014 ausgebaut sein. (lvb)

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