Microsoft verklagt 10 Partner

15. Dezember 2005 um 14:59
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Harte Bandagen gegen MS-Partner, die Software zum Eigengebrauch weiterverkauften.

Harte Bandagen gegen MS-Partner, die Software zum Eigengebrauch weiterverkauften.
Microsoft-Partner erhalten je nach Einstufung eine bestimmte Anzahl von kostenlosen Software-Lizenzen für den Eigengebrauch und für Testzwecke. Die Einsparungen durch diese kostenlosen Lizenzen können sich bei grösseren Firmen zu erklecklichen Beträgen summieren. So erhalten "Gold"-Partner (höchste Anforderungen) beispielsweise je 100 User-Lizenzen für Office, Exchange, Share Point Portal, Windows, Visio, Project etc.
Es ist den Partnern ausdrücklich untersagt, diese Lizenzen zu verkaufen oder ausserhalb der Firma zu benützen. Nun scheint man in Redmond fest entschlossen, gegen Reseller, die gegen diese Bestimmungen verstossen, gerichtlich vorzugehen. Microsoft veröffentlichte heute eine Liste mit den Namen von 10 Partnern in den USA, die vor den Kadi geschleppt wirden.
Begründung: Die ehrlichen Partner hätten von Microsoft verlangt, dass sie vor den Übeltätern, die diese Gratis-Lizenzen günstig weiterverkauften, beschützt würden. Auch die Käufer, die solche Software-Pakete (billig) kaufen, müssten beschützt werden. Sie kämen nämlich nicht nicht in den Genuss der "Zusatzdienstleistungen für echte Software", teilt Microsoft salbungsvoll mit.
Dass Microsoft Vertragsinhalte durchsetzen will, finden wir normal. Aber warum muss man immer alles so bombastisch begründen? (Christoph Hugenschmidt)

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