Microsoft verlängert Support für Windows-Heimversionen

20. Februar 2012 um 15:52
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Vista-Patches für Home und Ultimate jetzt doch bis 2017.

Vista-Patches für Home und Ultimate jetzt doch bis 2017.
Microsoft hat sich dazu entschlossen, auch für die Home- und Ultimate-Versionen von Windows Vista und Windows 7 an die "Mainstream"-Support-Phase noch eine "Extended"-Support-Phase anzuhängen. Bisher war dies nur für die Versionen Business und Enterprise bei Vista sowie Professional und Enterprise bei Windows 7 vorgesehen.
Für Besitzer von PCs mit einem der genannten Betriebssysteme für Heim-PCs bedeutet dies vor allem, dass sie noch über Jahre hinweg mit Security-Patches versorgt werden. Ansonsten wäre für Besitzer der Heimversionen von Vista, was vielen wohl gar nicht bewusst war, in Kürze, nämlich schon im April dieses Jahres, Schluss mit Security-Updates gewesen. Nun dauert der Extended-Support für alle Vista-Versionen einheitlich bis April 2017. Während der Phase des Extended-Support liefert Microsoft weiterhin kostellose Security-Patches. Daneben gibt es auch noch, allerdings eingeschränkten und kostenpflichtigen, Zugang zu Ansprechspartnern bei Problemen.
Für alle Windows-7-Versionen dauert der Mainstream-Support noch bis Januar 2015, der darauffolgende Extended Support bis Januar 2020.
Warum erst jetzt?
Dass Microsoft den Support insbesondere für die Vista-Heimversionen verlängern würde, war schon seit langer Zeit erwartet worden. Nach der bisherigen Lage hätte es für Vista-Heimversionen nämlich zwei Jahre weniger lang Security-Patches gegeben, als für den Vorgänger XP. Schon 2007 hatte Microsoft den Support für alle Versionen des Vista-Vorgängers Windows XP bis Anfang April 2014 ausgedehnt. Für das Image des Softwareriesen wäre diese Situation wohl nicht sehr förderlich gewesen.
Manche Beobachter glauben daher, dass sich Microsoft so lange mit der Ankündigung des verlängerten Supports für Vista geziert hat, um noch so viele User wie möglich zum Wechsel auf Windows 7 zu bewegen. (hjm)

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