Microsoft verpasst Partnern neue Etiketten

11. Juli 2008, 15:43
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Microsoft will das weltweite Partner-Zertifizierungs-System ändern. Künftig sollen die Händler nach ihren Fähigkeiten in Kategorien wie BI und Unified Communication bewertet werden. Zudem werden die Mitgliederpreise erhöht.

Microsoft will das weltweite Partner-Zertifizierungs-System ändern. Künftig sollen die Händler nach ihren Fähigkeiten in Kategorien wie BI und Unified Communications bewertet werden. Zudem werden die Mitgliederpreise erhöht.
Auf Microsofts Welt-Partnerkonferenz, die dieser Tage in Houston stattfindet, kündigte Partnerchefin Allison Watson gravierende Veränderungen im Partnerprogramm an. Worin diese genau bestehen sollen, verriet sie allerdings nicht. Ein Mitglied des deutschen Microsoft-Managements hat nun gegenüber 'channelpartner.de' präzisiert: Die Partnerstufen "Certified" und "Gold Certified" sollen im Einklang mit der weltweiten Führung abgeschafft und durch ein anderes System ersetzt werden.
Wie die neuen Stati heissen werden, ist laut dem Manager noch nicht bekannt. Der Grund für den geplanten Wechsel: Beim Software-Giganten habe man herausgefunden, dass Endkunden häufig Mühe hätten, unter den Fachhändlern den richtigen Spezialisten für ihre Bedürfnisse zu finden. Die zukünftige Einstufung soll sich aber nicht nur an Umsatz und Zertifizierung orientieren, sondern auch vorhandenes Know-How, Vollständigkeit des Portfolios und die in Umfragen ermittelte Kundenzufriedenheit berücksichtigen.
Die Anpassung wird weltweit vorgenommen und betrifft somit auch die Microsoft-Partner in der Schweiz. Reto Rüegger, Partner Strategy und Programs Lead bei Microsoft Schweiz, präzisiert gegenüber inside-it.ch: "Es geht hier nicht um eine massive Änderung des Partnerprogramms. Wir sehen das als Anpassung an die Veränderungen des Marktes." Einige Details konnte Rüegger bekannt geben, so zum Beispiel, dass die neue Zertifizierung grösstenteils ab 1. Januar 2009 eingeführt wird.
Kein Handlungsbedarf für Partner
Die Zertifikate werden sich neu an Kategorien wie Business Intelligence, Unified Communications und Hosting orientieren. "Der Markt wandelt sich", so Rüegger. "Statt einzelner Produkte werden umfassende Lösungen angeboten." Deshalb sei es für die Kunden von Nutzen, wenn die Händler auch nach diesen Kompetenzfeldern kategorisiert würden. Dies beinhaltet auf Seiten der Partner jedoch keinen Handlungsbedarf. Sie werden automatisch in das neue System übertragen. Die Kategorie Business Intelligence beispielsweise beinhaltet die bisherigen Felder Data Management Solutions und Information Worker Solutions. Wer unter der aktuellen Information-Worker-Solutions-Spezialisierung auf dem Feld der Unified Communications tätig ist, wird die neue Unified-Communications-Zertifizierung erhalten.
Ab Mai nächsten Jahres müssen zudem auch "Certified"-Partner die bisher nur für "Gold-Certified"-VARs verbindlichen Customer Satisfaction Surveys durchführen. "Wir wollen, dass unsere Partner ihre Kunden ernst nehmen, denn diese sind im Endeffekt auch unsere Kunden", erklärt Rüegger. Zudem werden die Beiträge für die Mitgliedschaft im Partner-Programm erhöht. "Wir haben hier seit fünf Jahren keine Anpassung vorgenommen. Ein Teuerungsausgleich ist fällig", so der Microsoft-Mann. Die Leistungen des Software-Riesen bleiben unverändert, wobei "Gold-Certified"-Partnern mehr Lizenzen zugesprochen werden. (Amir Ali)

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