Microsoft verschiebt Patchday in letzter Minute

15. Februar 2017, 12:04
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Es dürfte eine Premiere sein: Microsoft verschiebt seinen monatlichen Patchday auf unbestimmte Zeit.

Es dürfte eine Premiere sein: Microsoft verschiebt seinen monatlichen Patchday auf unbestimmte Zeit. Im eigenen Blog MSRC schreibt das Unternehmen, man sei "in letzter Minute" auf ein Problem gestossen, und bis man dieses nicht gelöst habe, lasse der Security Update-Release auf sich warten.
Des Übrigen bleibt man wortkarg, insbesondere was einen Patch für eine bekannte Zero-Day-Lücke betrifft. "So wird aus einer Zero-Day-Lücke gleich eine bis zu 30-Day-Lücke", meckert ein Kommentator bei 'Heise'.
Natürlich könnte man Patches gegen Zero Day Exploits auch ausserhalb von normalen Patchdays ausliefern, ist man versucht zu sagen. Vor allem als Firma, die sich soeben stolz zeigte, dass Windows 10 auf einer Liste von kommerziellen Produkten vom US-Geheimdienst NSA gelistet wird.
Um auf die Liste zu gelangen, so haben wir inzwischen gelernt, muss ein Produkt aus der Sicht von Security-Experten nicht zwangsläufig sehr sicher sein. Die Geheimdienst-Auflistung ist speziell notwendig, damit sensitive Daten auf PCs mit Windows 10 verarbeitet werden dürfen.
Um gelistet zu werden, müssen gewisse Sicherheitsvorgaben eingehalten werden und Prozesse definiert sein. Rasche Patches zählen dazu. (mag)

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