Microsoft verteidigt "Gratisangebot" für Schulen

18. Oktober 2013, 08:49
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Das Office365-Gratisangebot für SchülerInnen lediglich ein Lockvogelangebot? Microsoft wehrt sich gegen die Anschuldigungen.

Das Office365-Gratisangebot für SchülerInnen lediglich ein Lockvogelangebot? Microsoft wehrt sich gegen die Anschuldigungen.
Anfangs dieser Woche hatte Microsoft ein weltweit neues Programm namens "Student Advantage" für den Bildungsbereich angekündigt. SchülerInnen sollen demnach Office 365 gratis bekommen - unter der Bedingung, dass alle Mitarbeitenden der Bildungseinrichtung in Lehre und Verwaltung Office ProPlus oder Office 365 ProPlus lizenziert haben.
Die Kritik folgte promt: Die Swiss Open Systems User Group /ch/open sieht das Angebot als Lockvogelangebot, und sehen die Bildungsinstitutionen gar dazu gezwungen, Lizenzverträge mit Microsoft abzuschliessen. Die Schweizerische Fachstelle für Informationstechnologien im Bildungswesen (SFIB) riet gar vom Angebot ab, vor allem wegen datenschutzrechtlichen Vorbehalte.
Nun aber wehrt sich Microsoft. Die SFIB mache falsche Aussagen. "Entgegen der Behauptungen der SFIB ist es nicht zutreffend, dass Bildungseinrichtungen, die nicht mit der Online-Version von Office arbeiten, auf Office 365 migrieren müssen," schreibt Microsoft in der heutigen Stellungnahme. Es bestehe kein Zwang, auf die Web-Version von Office zu migrieren - es sei schliesslich nur ein Zusatzangebot.
"Weshalb die SFIB davon ausgeht, dass mit der Nutzung von Office 365 dem Datenschutz nicht entsprochen werden kann, ist uns leider unerklärlich", schreibt Microsoft. Das Gegenteil sei nämlich der Fall. Der Softwareriese erfülle mit dem vertraglichen Einbezug der EU-Standardvertragsklauseln die Datenschutzbestimmungen der EU sowie die des schweizerischen Bundesgesetzes über den Datenschutz. (lvb)

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