Microsoft will bei Virtualisierung mitreden

23. November 2007, 11:35
  • rechenzentrum
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Redmond bringt separaten Hypervisor und Software für das Management von virtualisierten Umgebungen.

Redmond bringt separaten Hypervisor und Software für das Management von virtualisierten Umgebungen.
Microsoft will im boomenden Markt für Virtualisierungslösungen, der heute von der EMC-Tochter VMware und der Citrix-Tochter Xen dominiert wird, ein Wörtchen mitreden. So war Virtualisierung (Zugriff von verschiedenen Betriebssystemen und Programmen auf eine physische Ressource) an der riesigen Techie-Veranstaltung "TechEd" letzte Woche in Barcelona ein grosses Thema.
Microsoft Server-Chef Bob Kelly kündete in seiner Rede an der TechEd einige neue Virtualisierungsprodukte an, die neu nicht nur als Teil der Server-Familie verkauft werden soll, sondern die es auch einzeln geben wird. Die früher "Viridian" genannte Virtualisierungssoftware heisst nun "Hyper-V" und wird Teil der kommenden Windows Server 2008-Pakete. Microsoft wird "Hyper-V" aber auch als separates Produkt vermarkten. Gleichzeitig wird man die verschiedenen Versionen von Windows Server 2008 auch ohne Hyper-V erwerben können.
Microsoft will offenbar die Standalone-Version von "Hyper-V" vor allem zusammen mit Hardware-Herstellern wie Dell oder HP vermarkten. Der Preis für den Hypervisor ist mit 28 Dollar sehr bescheiden, die Preisunterschiede zwischen den Server-Versionen mit und ohne Virtualisierungs-Funktionen sind damit vernachlässigbar.
Offensive im Systemmanagement
Es ist nichts neues, dass Microsoft im Markt für Systemmanagement-Software viel vorhat. Die Ankündigungen an der Techie-Konferenz in Barcelona bestätigten diesen Eindruck. So wird die "System Center" genannte Produktfamilie überholt und ergänzt. Die Software für das automatisierte Ausrollen von Client- und Server-Betriebssystemen wurde erweitert und heisst nun "System Center Configuration Manager 2007". Neu gibt es einen "System Center Virtual Machine Manager 2007", mit dem IT-Abteilungen virtuelle Machinen aufsetzen und verwalten können.
Ebenfalls ergänzt wurde das Software-Paket für die Steuerung von Backup und Wiederherstellung, das unter dem Namen "System Center Data Protection Manager 2007" angeboten wird. (Christoph Hugenschmidt)

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