Microsoft will Daten kultiviert analysieren

16. April 2014, 15:33
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Der neue CEO Satya Nadella widmet sich dem Thema Big Data.

Der neue CEO Satya Nadella widmet sich dem Thema Big Data.
Unter dem Stichwort "Datenkultur", gemeint ist schlicht die viel beschworene intelligente Nutzung von strukturierten und unstrukturierten Datenbestände, hat Microsoft-Chef Satya Nadella soeben an einer Kundenveranstaltung in San Francisco die jüngsten Entwicklungen in Sachen Big Data vorgestellt. Wer noch immer Mühe hat, seine Datenberge produktiv zu machen (und wer hat das nicht), dem will Microsoft künftig mit neuen Datenplattformen unter die Arme greifen.
Nachdem man bereits seit Februar via Power BI for Office 365 auch grosse Datenbestände aus Excel und anderen Office-Quellen umfassend analysieren und visualisieren können soll, hat Nadella nun auf der Basis des ebenfalls erst Anfang April lancierten SQL Server 2014 eine APS (Analytics Platform System) genannte Appliance präsentiert. Zudem gab es eine Vorschau auf den Azure Intelligent Systems Service (ISS), der derzeit aber erst in einer Betaversion verfügbar ist.
Microsoft setzt für die zwei neuen Angebote auf vorhandene respektive kürzlich vorgelegte Technologien. Denn da mit SQL Server 2014 neuerdings auch In-Memory gearbeitet werden kann und zur Azure-Cloud und Hadoop-Plattformen Schnittstellen bestehen, sollen sich nach Bedarf strukturierte und unstrukturierte Daten analysieren lassen können. Konkret kombiniert APS dazu den lokalen SQL Server mit Azure HDInsight. Genutzt werden die neuen Möglichkeiten über eine entsprechende Appliance, deren Hardware von Dell, HP oder Quanta kommt. Nadella sprach hier denn auch von "Big Data in a Box".
Und was derzeit für Daten aus der Maschinenwelt, dem sogenannten Internet der Dinge, noch nicht möglich ist, soll demnächst ISS übernehmen. Dahinter steht ein Cloud-basierter Service, der laut Nadella an kein Betriebssystem eines Sensors oder einer Plattform gebunden ist. ISS sammelt die Daten, integriert, managt und transformiert sie zu brauchbaren Resultaten. Abgesehen davon, dass ISS derzeit erst in einer Beta-Version vorliegt, sind aber noch keine weiteren Details etwa zu Preis und Verfügbarkeit auf der Veranstaltung in San Francisco bekannt geworden. (vri)

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