Microsoft will DSGVO-Regeln weltweit anwenden

23. Mai 2018, 14:17
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In zwei Tagen tritt in der EU die neue Daten­schutz­grund­ver­ordnung (DSGVO) in Kraft.

In zwei Tagen tritt in der EU die neue Daten­schutz­grund­ver­ordnung (DSGVO) in Kraft. Microsoft kündigt nun in einem Blogeintrag an, die geltenden Regeln nicht nur für Kunden im EU-Raum sondern weltweit anwenden zu wollen. Oder zumindest diejenigen "Rechte, die das Herstück der DSGVO bilden", wie Julie Brill, Corporate Vice President and Deputy General Counsel bei Microsoft, in einem Blogeintrag schreibt.
Erhebliche Investitionen seien bei Microsoft in die Tools, Systeme und Prozesse geflossen. Über 1600 Ingenieure hätten daran gearbeitet, die Anforderungen der neuen Regulierung umzusetzen. Auch nach dem 25. Mai sei diese Arbeit noch nicht erledigt, denn gewisse Aspekte der neuen Verordnung und die detaillierte Auslegung würden weitere Schritte bestimmen, die noch unternommen werden müssen. Sicher sei hingegen, dass die Verordnung wichtige Rechte speziell für Einzelpersonen in der EU schaffe. Und Microsoft glaube, "dass die DSGVO wichtige Prinzipien festlegt, die global relevant sind", so der Blogeintrag weiter.
Deshalb gebe es einige Neuerungen für nicht EU-Kunden. Dazu gehöre das Recht zu erfahren, welche Daten Microsoft über einen Nutzer sammelt und das Recht, diese Daten korrigieren oder löschen zu lasen. Ein "Privacy Dashboard".
In der Vergangenheit stand Microsoft wegen der Sammlung von Nutzerdaten in Kritik. Auch der Schweizer Datenschützer (EDÖB) forderte was die Datenschutz-Einstellungen und Transparenz anbelangte. Entsprechende Updates hat Microsoft damals weltweit ausgerollt. (kjo)

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