Microsoft will Kreativ­wirtschaft erobern

27. Oktober 2016 um 12:52
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Microsoft greift Apple und Wacom an.

Microsofts erster All-in-One-PC zielt auf einen ganz spezifischen Kundenkreis.
Microsoft baut sein Hardwareangebot weiter aus, mit einem weitere Notebook und einem All-in-One-Desktop-PC der Surface-Familie.
Insbesondere letzterer, der Surface Studio, erregt in der internationalen IT-Presse grosse Aufmerksamkeit, weil es sich um den ersten Desktop-PC des Softwareriesen handelt. Zur Überraschung mancher Beobachter handelt es sich dabei aber nicht um ein Allzweckgerät wie die meisten anderen All-in-Ones. Die Zielkundschaft sind ganz klar Grafiker, Illustratoren, Architekten und andere Kreative. Konkurrenten, denen er Marktanteile abknöpfen könnte sind damit vor allem Apple und spezialisierte Hersteller wie der Grafiktablet-Anbieter Wacom.
Kreative könnten sich zum Beispiel für den Bildschirm begeistern, den Peter Bright von 'Ars Technica' in einem Hands-On-Bericht schlicht "gorgeous" nennt. Der 28-Zoll-Touchscreen hat eine Auflösung von 4500x3000 Pixel und laut Bright ein "gloriose" Farbqualität.
Der Bildschirm lässt sich mit einem Handgriff von der aufrechten Position in eine Zeichenpult-Position mit 20 Grad Neigung bringen, in der man bequem mit dem Stift darauf zeichnen kann. Ein neuertiges zusätzliches Eingabegerät soll für weitere Flexibilität sorgen. Dabei handelt es sich um einen per Bluetooth mit dem PC verbundenen Drehknopf mit haptischem Feedback, genannt "Surface Dial". Damit können User unter anderem in Kombination mit einem Digitizer-Stift dessen Eigenschaften während der Bedienung ändern. So kann man beispielsweise mit einer Hand einen Strich ziehen und mit der anderen am Dial-Knopf den Farbverlauf steuern. Wenn man den Knopf auf den Bildschirm legt, kann man zudem Kontextmenus aufrufen, die rund um den Knopf angezeigt werden.
Darüber, wann der Surface Studio in der Schweiz erhältlich werden wird, konnte uns Mediensprecher Tobias Billeter heute noch keine Auskunft geben. In den USA ist das Gerät ab sofort bestellbar. Ausgeliefert werden die ersten Geräte aber erst in der Weihnachtszeit. Ab Anfang des nächsten Jahres soll der Surface Studio dann in grösseren Mengen verfügbar werden.
In den USA reicht der vorgesehene Verkaufspreis von 2999 bis 4199 Dollar. Für den tiefsten Preis erhält man den PC mit Core i5-CPU, 8GB RAM, einer ein-Terabyte-Hybrid-Festplatte und einer GTX965M Grafikkarte. Das teuerste Modell ist mit einer Core i7-CPU, 32GB RAM, einer Zwei-Terabyte-Hybrid-Festplatte und einer GTX980M Grafikkarte ausgestattet. Der Stift ist jeweils inbegriffen, der Drehknopf, der auch zusammen mit anderen PCs benützt werden kann, kostet knapp 100 Dollar extra. (hjm)

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