Microsoft will Suchdaten weniger lang speichern – falls Yahoo und Google dasselbe tun

9. Dezember 2008, 17:20
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Microsoft hat gegenüber einer Datenschutz-Arbeitsgruppe der EU seine frühere Haltung geändert und sich dazu bereit erklärt, die Daten von Suchabfragen auf seiner Suchmaschine Live Search weniger lang zu speichern, wie 'News.

Microsoft hat gegenüber einer Datenschutz-Arbeitsgruppe der EU seine frühere Haltung geändert und sich dazu bereit erklärt, die Daten von Suchabfragen auf seiner Suchmaschine Live Search weniger lang zu speichern, wie 'News.com' berichtet. Aber nur – und da ist ein grosses Aber – wenn die Konkurrenten Yahoo und Google dasselbe tun. Diese erklärten in getrennten Statements, dass sie dazu weiterhin nicht bereit seien.
Bei der Kontroverse geht es darum, wie lange die Daten der Suchabfragen zusammen mit den dazugehörigen IP-Adressen und allfälligen Cookie-Daten gespeichert werden, so dass möglich ist, den Urheber einer bestimmten Abfrage zu eruieren. Das Datenschutzgremium der EU empfahl im April, dass diese Zeit auf sechs Monate begrenzt werden sollte. Microsoft speichert die Daten gegenwärtig aber 18 Monate lang, Yahoo 13 Monate und Google 9 Monate. Empfehlungen, Massnahmen gegen die Unternehmen zu ergreifen, hat die Expertengruppe aber noch nicht abgegeben. (hjm)

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