Microsoft wird US-Kartellbehörden los

13. Mai 2011, 12:46
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Der US-amerikanische Softwarekonzern Microsoft kann sich aus den Fesseln der amerikanischen Kartellbehörden lösen.

Der US-amerikanische Softwarekonzern Microsoft kann sich aus den Fesseln der amerikanischen Kartellbehörden lösen. Eine im Jahr 2002 nach einem langwierigen Kartellverfahren getroffene Vereinbarung mit dem Justizministerium stellte Microsoft unter eine besondere Überwachung durch die Behörde. Diese Überwachung ist nun am vergangenen Donnerstag ausgelaufen, heisst es in einer Mitteilung des Department of Justice.
Die Angelegenheit nahm im Mai 1998 ihren Anfang, als das amerikanische Justizministerium zusammen mit einigen US-Bundesstaaten eine Klage gegen Microsoft einreichte. Der Vorwurf: Microsoft nutze die marktbeherrschende Stellung seines Betriebssystems Windows dazu, die Konkurrenz mittels Verzahnung eigener Software mit dem Betriebssystem auszubooten. Zu den beanstandeten Programmen gehörte auch Microsofts Internet Explorer, der bis dahin eng mit Windows verzahnt war. Im November 2001 verpflichtete sich der Konzern aus Seattle in einem Vergleich, anderen Software-Herstellern künftig freieren Zugang zu technischen Informationen über Windows zu geben und sicherzustellen, dass die Konkurrenzprodukte reibungslos mit Microsoft-Software zusammenarbeitet. Ausserdem erklärte sich der Softwarehersteller bereit, keine Exlusiv-Verträge mit PC-Herstellern mehr einzugehen. Die Einhaltung der Auflagen wurde durch ein vom Justizdepartment beauftragtes Gremium überwacht.
Inzwischen, so heisst es in einer Mitteilung des Department of Justice, sei die Dominanz von Microsoft deutlich kleiner als noch 1998 und die Massnahmen hätten sich als effizient erwiesen. "Fast auf dem ganzen Software-Markt für Computer herrscht heute mehr Wettbewerb als zum Zeitpunkt der Einigung". Ein fairer und offener Wettbewerb zugunsten der Kunden sei deshalb nun möglich, weshalb man die Aufsicht über Microsoft am vergangenen Donnerstag nun auslaufen liess.
Wie Microsoft in einer Stellungnahme verlauten liess, ist man erfreut, dass die Angelegenheit "erfolgreich" abgeschlossen werden konnte. (bt)

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