Microsoft zieht sich warm an

24. Oktober 2008, 08:47
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Es weht ein kalter Konjunkturwind: Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr auf 64,9 bis 66,4 Milliarden Dollar gesenkt.

Es weht ein kalter Konjunkturwind: Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr auf 64,9 bis 66,4 Milliarden Dollar gesenkt.
Der Softwarekonzern Microsoft hat das erste Geschäftsquartal Ende September mit einem Umsatzplus von 9 Prozent auf 15,06 Milliarden Dollar abgeschlossen. Der operative Gewinn stieg derweil nur leicht, nämlich von 5,85 auf 6 Milliarden Dollar. Netto verdienten die Redmonder 4,37 Milliarden (4,29 Milliarden im Q1 des Vorjahres). Finanzchef Chris Liddell sagte, das Unternehmen zeige mit den Dreimonats-Zahlen, dass es auch in einem schlechten konjunkturellen Umfeld dank einem starken Businessmodell gute Ergebnisse erzielen könne. Und COO Kevin Turner meinte, Microsoft helfe den Kunden, mit seinen Produkten Geld zu sparen.
Mehr Verlust im Online-Geschäft
Schaut man sich die Erfolgsrechnung genau an, zeigen sich hie und da jedoch einige Makel. Im umsatzschwächsten Bereich Online Services Business stieg der Betriebsverlust von 267 auf 480 Millionen Dollar, während der Umsatz nur leicht von 671 auf 770 Millionen Dollar gesteigert werden konnte. Einen Umsatzrückgang gab es auch in der Entertainment und Devices Division, nämlich von 1,93 auf 1,81 Milliarden Dollar. Den Betriebsgewinn konnte Microsoft hier von 167 auf 178 Millionen steigern. Ebenfalls etwas enttäuschend dürfte die Performance im Client-Bereich sein, wo die Umsätze nur leicht von 4,14 auf 4,22 Milliarden Dollar stiegen, der Betriebsgewinn gleichzeitig aber von 3,39 auf 3,27 Milliarden Dollar sank. Trotzdem dürften einige Unternehmen von solchen Gewinnmargen nur träumen.
Im umsatzstärksten Bereich Microsoft Business Division gab sich der Softwareriese keine Blösse. Der Umsatz wuchs von 4,12 auf 4,95 Milliarden Dollar und der Betriebsgewinn stieg von 2,7 auf 3,31 Milliarden Dollar. Auch bei Server and Tools verzeichnete Microsoft einen starken Umsatzanstieg von 2,9 auf 3,4 Milliarden Dollar. Der Betriebsgewinn wuchs von 959 Millionen auf 1,15 Milliarden Dollar.
Schwächerer Ausblick
Beim Ausblick auf die kommenden Quartale bleibt Microsoft angesichts der Finanzmarktkrise und der sich abschwächenden Nachfrage vorsichtig. Im zweiten Quartal erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 17,3 und 17,8 Milliarden, der Betriebsgewinn soll zwischen 6,1 und 6,4 Milliarden Dollar betragen.
Für das gesamte Geschäftsjahr, das Ende Juni 2009 abgeschlossen wird, erwartet Microsoft Umsätze zwischen 64,9 und 66,4 Milliarden Dollar bei einem Betriebsgewinn von 24,4 bis 25,5 Milliarden Dollar. Zuvor war der Konzern von einem Jahresumsatz zwischen 67,3 und 68,1 Milliarden Dollar ausgegangen.
Microsoft rechnet damit, dass die Abschwächung der Nachfrage bis zum Ende des Geschäftsjahres anhalten wird. (Maurizio Minetti)

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