Microsofts Frontalangriff auf Google

1. Februar 2005, 13:53
  • google
image

"MSNen" statt "googeln"?

"MSNen" statt "googeln"?
Ab heute verwendet Microsoft auf der Consumer-Seite MSN die eigene Suchmaschine MSN Search anstatt derjenigen von Yahoo. Die Microsoft Suchmaschine war bisher erst als Betaversion verfügbar. Ganz wie bei Google kann man auch bei MSN Search die Suche nach Bildern oder Nachrichten einschränken. Ebenfalls wie bei Google, kann man eine kostenlose Search-Toolbar herunterladen. In den USA erstreckt sich die Suche zusätzlich auf Musikstücke bei MSN Music und auf Einträge in der Microsoft-eigenen Enzyklopädie Encarta.
Der offizielle Launch der Microsoft-Suche wird von einer weltweiten Marketing-Kampagne begleitet. 90 % der Menschen in den USA, Japan und Grossbritannien sollen über TV-Spots auf MSN Search aufmerksam gemacht werden. Man schätzt, dass Microsoft insgesamt gegen 100 Millionen Dollar in die Entwicklung und Bewerbung der eigenen Suchtechnologie steckt.
Milliarden-Markt
Insgesamt, so schätzen US Marktforscher, geht es um einen (wachsenden) Markt von fünf Milliarden Dollar. Soviel Geld wird heute ungefähr für Werbung auf Portalen, und da vor allem Suchmaschinen, ausgegeben.
Die Frage wird sein, ob es Microsoft gelingt, die Internet-BenützerInnen von Google auf MSN Search umzupolen. Ein Nachteil haben die Redmonder ganz bestimmt. Während sich "googeln" als Verb bereits eingebürgert hat, dürfte dies mit "MSN searchen" nicht so schnell passieren. (Christoph Hugenschmidt)

Loading

Mehr zum Thema

image

Googles Suchfunktion erhält neue Features

Die visuelle Suche wurde verbessert und es gibt neu einen Suchoperator, mit dem sich Ergebnisse aus der unmittelbaren Umgebung anzeigen lassen.

publiziert am 29.9.2022
image

Vor 14 Jahren: Erstes Android-Smartphone kommt auf den Markt

"HTC Dream" respektive "G1" setzte als erstes kommerzielles Gerät auf das Betriebssystem Android. Bei den damaligen Testern rief es "Entzücken" hervor.

publiziert am 23.9.2022
image

UK-Behörde untersucht Cloud-Dienste von Microsoft, Amazon und Google

Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom will die Marktposition der US-Hyperscaler untersuchen und herausfinden, ob es wettbewerbsrechtliche Bedenken gibt.

publiziert am 22.9.2022
image

Datenschutzkonformes googeln kostet 2 Rappen

Die Suchmaschine Trooia bietet datenschutzkonformes googeln. Userinnen und User zahlen mit Franken, statt mit Daten. Wie das funktioniert, erklärt Gründer Christoph Cronimund im Interview.

publiziert am 14.9.2022 6