Microsofts grosses Security-Bündel

14. Juli 2016, 07:03
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Julia White erklärt gegenüber inside-channels.ch, was es mit dem "Secure Productive Enterprise" auf sich hat.

Microsoft-Managerin Julia White erklärt gegenüber inside-channels.ch, was es mit dem neuen Angebot Secure Productive Enterprise auf sich hat.
Kürzlich hat Microsoft mit Secure Productive Enterprise ein neues Windows-Angebot für Unternehmenskunden lanciert. Die Meldung kam just an jenem Tag, an dem Microsoft-COO Kevin Turner seinen Rücktritt bekannt gab und somit "hat es kaum jemand bemerkt", sagt Microsoft Managerin Julia White im Gespräch mit inside-channels.ch. White, die beim US-Konzern als General Manager für das Cloud-Plattform-Marketing zuständig ist, stand während der World Partner Conference auf der Bühne und erklärte in einem anschliessenden Gespräch mit inside-channels.ch, wie Microsoft die Security-Angebote vereinfachen möchte.
Bei Secure Productive Enterprise handelt es sich um ein Bündel von Windows 10 Enterprise, Office 365 und Enterprise Mobility and Security (ehemals Enterprise Mobility Suite). Wie bei Office 365 gibt es das neue Angebot in den Versionen E3 und E5. Die E5-Version soll im Laufe des Sommers lanciert werden, wenn auch Windows 10 Enterprise E5 verfügbar wird, und enthält zudem das im März angekündigte Security-Tool Windows Defender Advanced Threat Protection.
Zum Secure-Productive-Enterprise-Angebot gehört auch Cloud App Security, der Fall ist, so White zu inside-channels.ch.
Sicherheit vs. Produktivität
Statt grundsätzlich Applikationen zu verbieten oder Funktionen einzuschränken, gehe es auch darum zu kontrollieren, wer wann auf welche Informationen zugreift. In einer kurzen Demonstration zeigte sie dem Publikum der Konferenz, wie IT-Verantwortliche mit App Security einen Überblick über die Cloud-Apps erhalten, die bei ihren Mitarbeitern im Einsatz sind.
Über 13'000 verschiedene Apps können demnach damit analysiert werden. White zufolge wird jede Applikation anhand von 160 Attributen kategorisiert. Dazu gehören etwa, ob eine App Nachrichten verschlüsselt versendet oder ob eine Multi-Faktor-Authentifizierung zum Einsatz kommt. Man enthalte so einen sehr schnellen Überblick, wie gefährlich oder sicher eine Applikation sei.
Der Gedanke dahinter, so White zu inside-channels.ch, ist, dass man Mitarbeitern sehr schwer gewisse Applikationen verbieten kann. Biete eine Software nicht die gewünschten Funktionen, suchen die Angestellten nach einer Alternative, die die gewünschte Funktion bietet. Mit dem neuen Angebot könnten Mitarbeiter aber auf sicherere Alternativen mit ähnlichen Funktionen hingewiesen werden.
Zugriff auf Dokumente regeln
Ebenfalls Teil von Secure Productive Enterprise ist Azure Information Protection, das nun im Public Preview zur Verfügung steht. Die Technologie dahinter stammt der Akquisition von Secure Island. Azure Information Protection soll es - wie der Name sagt - Unternehmen vereinfachen, ihre Daten zu schützen.
So steht Nutzern eine Labelling-Funktion zur Verfügung, mit der Dokumente klassifiziert werden können, um den Zugriff einzuschränken. Diese Klassifizierung "hänge" am Dokument, unabhängig davon, wo es gespeichert oder von wo aus darauf zugegriffen werde. Information Protection ermögliche es zudem dem Ersteller eines Dokuments nachvollziehen zu können, wer alles auf das Dokument zugegriffen hat. Die Klassifizierung von Dokumenten könne manuell erfolgen oder auch automatisch. Etwa alle Dokumente, die eine Kreditkartennummer enthalten, stehen automatisch ausschliesslich dem Finanzdepartement offen. (Katharina Jochum, Toronto)
(Interessenbindung: Die Autorin wurde von Microsoft an die Partnerkonferenz nach Toronto eingeladen.)

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