Microsofts ooXML weiterhin im Gegenwind

2. Juni 2008 um 09:35
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Der endlos scheinende Kampf um die Beherrschung von allgemein anerkannten Standards für Dokumentformate, bei dem sich Microsoft mit einer Phalanx von Behörden, Grossfirmen und der Open-Source-Community konfrontiert sieht, wogt weiterhin hin und her.

Der endlos scheinende Kampf um die Beherrschung von allgemein anerkannten Standards für Dokumentformate, bei dem sich Microsoft mit einer Phalanx von Behörden, Grossfirmen und der Open-Source-Community konfrontiert sieht, wogt weiterhin hin und her. Microsoft erklärte erst vor gut einer Woche, Office 2007 werde in ungefähr einem Jahr standardmässig Adobes PDF und das quelloffene ODF (Open Document Format) unterstützen, während Microsofts "eigener" Standard ooXML zwar von der ISO anerkannt wird, aber nicht mal von Office vollständig unterstützt wird.
Nun greifen gewichtige Player die Anerkennung von ooXML durch das internationale Standardisierungsgremium ISO an. Nach Südafrika haben nun auch Brasilien und Indien gegen die Anerkennung von ooXML förmlich Protest eingelegt. Sie sagen, das Abstimmungsprozedere sei schlecht und überhastet durchgeführt worden.
Bei der Frage der Dokumentenstandards geht es letztlich darum, ob Microsoft die weltweit dominante Stellung bei Büroprogrammen wie Word und Excel behalten kann oder nicht. (hc)

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