Microsofts Wahrheit und nichts als die Wahrheit in Wiki

24. Januar 2007, 16:20
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Was macht ein Weltkonzern, wenn Wikipedia partout nicht seine Sicht der Wahrheit veröffentlichen will? Man kauft sich jemanden, der sie editiert.

Was macht ein Weltkonzern, wenn Wikipedia partout nicht seine Sicht der Wahrheit veröffentlichen will? Man kauft sich jemanden, der sie editiert. Und was macht man, wenn man erwischt wird? Lamentieren, dass die Welt und insbesondere Wikipedia so ungerecht ist. Das ist die Quintessenz eine Meldung von 'SiliconValley.com', zu dem Versuch von Microsoft, die eigene Sicht der Dinge, insbesondere zur Frage Open Source, auf den entsprechenden Wikipedia-Seiten zu publizieren.
Man habe, so Microsoft Sprecherin Cathrine Brooker lediglich auf Artikel reagiert, die allen Anschein nach seitens IBMs geschrieben worden wären, und die die Rolle und die Ansichten Microsofts unfair wiedergegeben hätten. Trotz entsprechender Hinweise an die Community von Wikipedia, wäre daran nichts geändert worden, so dass man einen australischen Blogger um Mithilfe gebeten habe.
Nun hat sich dieses, wie so viele Geheimnisse einen Weg in die Öffentlichkeit gebahnt und belegt einmal mehr die Problematik von Web 2.0-Konzepten. Die Wahrheit liegt all zu oft im Auge des Betrachters und von denen gibt es reichlich und mit äusserst unterschiedlichen An- und Absichten. Microsofts Sicht der Dinge zu verteufeln, nur weil sie aus Redmont kommt, ist Zensur durch Voreingenommenheit. Daran ändert auch die "grosse Enttäuschung über den Versuch von Microsoft" nichts, die Wikipedia-Gründer Jimmy Wales äusserte. Das offene Lexikon ist schon seit langem Spielball wirtschaftlicher und politischer Interessen. (Thomas Mironiuk)

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