MicroStrategy lockt Kunden und Mitarbeiter der Konkurrenz

20. Dezember 2007, 11:00
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Keine Lust auf Oracle, SAP und IBM?

Keine Lust auf Oracle, SAP und IBM?
Der US-amerikanische Software-Hersteller MicroStrategy ist einer jener Anbieter von Business-Intelligence-Lösungen, die von der Konsolidierung im BI-Geschäft profitieren möchten. Nachdem dieses Jahr Hyperion von Oracle übernommen wurden, sind nicht mehr viele unabhängige grosse BI-Hersteller übrig geblieben. Diese konzentrieren sich momentan vor allem darauf, verärgerte Hyperion-, BO- oder Cognos-Kunden zu locken. Denn bei jeder Übernahme ist die Gefahr gross, dass die Kunden im Regen stehen gelassen werden. Zudem kann man als Kunde nie wissen, wie sich die Produktstrategie nach dem Abschluss der Übernahme entwickeln wird.
MicroStrategy will mit dem nun lancierten "License Replacement"-Programm solchen Kunden die Möglichkeit geben, ihre bestehenden Lizenzen kostengünstig oder sogar kostenlos in MicroStrategy-Lizenzen zu tauschen. Doch MicroStrategy hat es nicht nur auf die Kunden, sondern auch auf die Angestellten abgesehen. Gegenüber US-Medien sagte MicroStrategy-COO Sanju Bansal vor wenigen Wochen, man spreche verunsicherte Mitarbeitende der Konkurrenz an, die sich Sorgen um ihre zukünftige berufliche Perspektive machen und nicht in einem Grosskonzern arbeiten möchten. Das Unternehmen sucht bei der Konkurrenz BI-Experten, die sonst schwer zu finden sind.
MicroStrategy beteuerte nach den vielen Übernahmen von BI-Firmen in den vergangenen Monaten stets, dass ein Verkauf nicht in Frage kommt. Trotzdem wird das Unternehmen immer wieder von Beobachtern ins Spiel gebracht, wenn ein Grosser (wie etwa HP) die Absicht bekundet, in den Softwarebereich investieren zu wollen. Vorerst dürfte dies allerdings einzig dazu geführt haben, dass der Name MicroStrategy bekannter geworden ist - vor allem bei potenziellen Kunden. (Maurizio Minetti)

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