Millionen digitale Identitäten gestohlen

21. Januar 2014, 14:25
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Vor allem deutsche und französische Nutzer betroffen, Schweizer offenbar kaum.

Vor allem deutsche und französische Nutzer betroffen, Schweizer offenbar kaum.
16 Millionen E-Mail-Konten und dazugehörige Passwörter sind offenbar geknackt worden. Dies gibt das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bekannt. Es hat eigens eine Webseite eingerichtet, wo man überprüfen kann, ob die eigene Mailadresse betroffen ist vom Datenklau.
Wie das deutsche BSI mitteilt, habe man von Forschern und Strafverfolgern Daten erhalten, die auf millionenfachen Identitätsdiebstahl hinweisen. Die Hälfte der Adressen endet mit .de, doch könnten theoretisch auch Schweizer Nutzer betroffen sein. Denn die Identitäten wurden mittels Botnetze von vielen PCs gestohlen, und nicht etwa bei einer zentralen Datenbank oder bei einem einzelnen Unternehmen in Deutschland.
Herauszufinden, wie viele "Schweizer" Adressen betroffen sein könnten, ist schwer, denn bekanntlich werden in der Schweiz nicht nur .ch-Adressen genutzt. Doch wie Marc Henauer von der Schweizer Melde- und Analysestelle für Cybersecurity Melani auf Anfrage sagte, sollen laut BSI vor allem deutsche und französische Nutzer betroffen sein. Detaillierte Informationen seien nicht erhältlich, da es sich um ein laufendes Verfahren handle.
"Schweizer Nutzer dürften kaum betroffen sein", so Henauer zu inside-it.ch. Er rät trotzdem, die Mailadresse über die BSI-Website prüfen zu lassen. Befindet sich eine Adresse in den Botnetz-Daten, erhält man vom BSI eine per PGP signierte E-Mail mit einem Code und weiteren Informationen. Ansonsten gelten die üblichen Sicherheitsmassnahmen: Computer, mit denen über kompromittierte Mailadressen kommuniziert wurde, mit entsprechender Security-Software reinigen und Passwörter ändern. (Maurizio Minetti)

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