Millionenregen für Schweizer Startup

5. August 2013, 12:14
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Zwei Brüder wollen mit Balluun ein innovatives Messe-Konzept erfunden haben.

Zwei Brüder wollen mit Balluun ein innovatives Messe-Konzept erfunden haben.
8,7 Millionen US-Dollar konnte sich das Schweizer IT-Startup-Unternehmen Balluun anlässlich der jüngsten Finanzierungsrunde sichern. Angeführt wird das Investment von der Zürcher Beteiligungsgesellschaft Finoris. Finoris hatte bereits in einer ersten Finanzierungsrunde Ende 2011 3,8 Millionen Dollar investiert. Das Zürcher Unternehmen möchte mit dem Geld die weltweite Expansion weiter vorantreiben, mit besonderem Fokus auf die USA.
Hinter dem Unternehmen stehen zwei Brüder: Peter und Karl Heinz Koch. Die gebürtigen Deutschen wollen mit einer E-Commerce-Plattform das Geschäft mit Messen ins digitale Zeitalter führen. Die Koch-Brüder kennen die Messeszene: Ihre Familie besass ein Schuhgeschäft und die beiden reisten während ihrer Kindheit an viele Fachmessen. "Tagelang Schuhe ansehen, das waren traumatische Erlebnisse", zitiert die 'NZZ am Sonntag' in ihrer gestrigen Ausgabe Karl Heinz Koch. Dies soll sich ändern. "Wir wollen das Gegenstück zu Facebook für den globalen Grosshandel werden", so Finanzchef Koch. "Unsere Plattform soll sich als Standard in der Messe-Industrie etablieren." Sein Bruder Peter ist Softwareentwickler und arbeitete zuvor bei Cisco im Silicon Valley.
Die E-Commerce-Plattform von Balluun soll Messeveranstaltern dabei helfen, eigene Online-Portale zu betreiben. Die Idee dahinter: Kunden bestellen über die Plattform und der Plattform-Betreiber und Balluun teilen sich die erhobene Transaktionsgebühr. Messebetreiber verdienen bislang nichts an den Umsätzen, die an den Branchentreffs generiert werden. Mit dem US-Messeveranstalter Advanstar hat Balluun vor kurzem einen ersten Partner als Lizenznehmer gewonnen. Balluun möchte auch andere Branchen mit ins Boot holen.
Balluun beschäftigt mittlerweile in Kalifornien 30 Softwareentwickler. Bis Ende Jahr soll die Belegschaft verdoppelt werden, so die 'NZZ am Sonntag'. In Zürich befindet sich der Hauptsitz. Wenn in Europa Kunden gewonnen werden können, sollen auch hier Softwareentwickler die Plattformen unterhalten. (mim)

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