Mini-Knatsch zwischen Microsoft und Trend Micro

22. August 2006, 14:39
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Die Geschwindigkeit des Internets hat wieder einmal aus einer Mücke einen Elefanten gemacht.

Die Geschwindigkeit des Internets hat wieder einmal aus einer Mücke einen Elefanten gemacht. Der japanische Hersteller von Antivirus-Software Trend Micro hat am Samstag einen Report veröffentlicht, in dem vor einer angeblich bisher unbekannten Sicherheitslücke im Präsentationsprogramm Microsoft PowerPoint gewarnt wird. Das Unternehmen habe am 17. August ein ppt-File erhalten, das als TROJ_MDROPPER.BH bezeichnet wurde. Dieser Trojaner nutze die Lücke aus, die eigentlich von Microsoft bereits zehn Tage zuvor.
Darauf meldete sich Microsoft via 'eWeek' an Trend Micro und beschuldigte das Unternehmen, vorschnell Behauptungen aufzustellen. Die Sicherheitslücke sei längst geschlossen. Stephen Toulouse vom Microsoft Security Response Center schrieb in einem E-Mail: "Das ist überhaupt keine neue Zero-Day-Attacke." Microsoft beanstandete vor allem, dass Trend Micro ohne Kommunikation mit Microsoft den Report veröffentlicht habe.
Microsoft hat in der Zwischenzeit die ppt-Datei erhalten und hat festgestellt, dass der Trojaner unschädlich ist. Trend Micro hat seinerseits gegenüber 'CNET News.com' gesagt, man habe nie von einer neuen Schwachstelle gesprochen, sondern von einem "derzeit nicht bekannten Leck". Die Security-Spezialisten haben mittlerweile herausgefunden, dass der Trojaner nicht funktioniert. (mim)

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