Mit flexiblen Arbeitsplätzen Geld sparen

29. August 2016, 15:27
  • rechenzentrum
  • citrix
  • studie
  • workplace
  • homeoffice
image

In fast der Hälfte der Schweizer Unternehmen ist der flexible und digitale Arbeitsplatz Realität, so das Ergebnis einer Citrix-Studie

In fast der Hälfte der Schweizer Unternehmen ist der flexible und digitale Arbeitsplatz Realität. Unternehmen erhoffen sich mehr Leistung, Angestellte mehr Freizeit, so das Ergebnis einer Citrix-Studie.
Schweizer Unternehmen könnten Millionen von Franken einsparen, wenn sie eine konsequente Digital-Workplace-Strategie umgesetzt werden würde. So das Ergebnis einer von Crisp Research durchgeführten Studie, die vom Workplace-Anbieter Citrix in Auftrag gegeben wurde. Zwischen Mai und Juni 2016 wurden dazu gut 230 Angestellte und IT-Entscheider in der Schweiz aus acht Branchen befragt. Zudem kamen Modelle und volkswirtschaftliche Kalkulationen zum Einsatz.
Dem Studienergebnis zufolge ergebe sich ein Sparpotential von über 900 Millionen Franken jährlich allein durch die Umstellung vom stationären PC-Arbeitsplatz zu einem flexiblen Workplace mit Smartphone und Laptop. Durch die geringeren Raumkosten würden die höheren Ausgaben für die Lizenzierung der notwendigen Software, etwa für File-Sharing oder Kommunikation, mehr als wettgemacht. Die Reisekosten könnten gar um über 2,3 Milliarden Franken reduziert werden.
Demnach kostet der klassische PC-Arbeitsplatz in der Schweiz 5300 Franken im Jahr inklusive Büromiete, Smartphone für die Mitarbeiter und den nötigen Lizenzen. Bei einem Digital Workplace seien es 4460 Franken pro Jahr. Die Studienautoren schätzen, dass eine konsequente Nutzung eines Digital Workplaces 3,5 Stunden die Woche "frei machen" könnte, also besser genutzt werden. Unter dem Strich errechnet Citrix so ein zusätzliches Potential in der Schweiz von über zwölf Milliarden Franken pro Jahr.
Unternehmen erhoffen sich mehr Leistung
In etwa der Hälfte der Unternehmen sei ein flexibler Arbeitsplatz inzwischen Realität, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Ein weiteres Viertel befinde sich in der Evaluierung oder der Umsetzung. Die Unternehmen erhoffen sich von der Einführung digitaler Arbeitsplätze eine Steigerung der Mitarbeitermotivation und -Produktivität. Auch erhoffen sie sich die Fluktuation reduzieren zu können. An eine Umsatzsteigerung glauben nur etwa 20 Prozent und an eine Gewinnsteigerung noch 13 Prozent der Umfrageteilnehmer.
Als Hindernisse zur Umsetzung neuer Arbeitsplatzkonzepte nennen die Befragten Zweifel, ob der Digital Workplace auch tatsächlich sinnvoll nutzbar ist. Ein Drittel nennt als Grund, dass andere Investitionen Vorrang hätten und das Fehlen einer Strategie wird von über 20 Prozent angegeben.
Nutzer glauben an bessere Work-Life-Balance
Die Angestellten sehen in einem flexiblen Arbeitsplatz eine Reihe von Vorteilen, so Citrix. Etwa erhoffen sich 65 Prozent einen positiven Effekt auf die Work-Life-Balance. Knapp die Hälfte glauben demnach mehr Zeit für die Kernaufgaben zu haben und ausserdem meinen die Befragten, die eigenen Karriereziele besser verfolgen zu können.
Befürchtet wird von den Angestellten hingegen, den Arbeitsplatz nicht mehr verlassen zu können, da er ja sozusagen überall ist. 40 Prozent glauben, dass dies zu einer Vernachlässigung von Freizeit und Familie führen könne. Dennoch, so Citrix, stehen die meisten Angestellten in der Schweiz einem Digital Workplace positiv Gegenüber. Datenschutz- und Überwachungsbedenken spielen bei den Angestellten hingegen eine untergeordente Rolle. (kjo)

Loading

Mehr zum Thema

image

Tech-Angestellte: Investiert in digitale Infrastruktur, nicht Büroräume!

Eine Mehrheit will weiter hybrid arbeiten und eine schlechte Infrastruktur dafür wäre für viele ein Grund, den Job zu wechseln.

publiziert am 30.11.2022
image

Fachkräftemangel spitzt sich "drastisch" zu

Stellen für IT-Fachleute lassen sich laut Adecco derzeit nur sehr schwer besetzen. Gerade Software-Entwickler und -Ent­wickler­innen werden händeringend gesucht.

publiziert am 29.11.2022
image

Schweizer Unternehmen investieren immer mehr in IT

Laut einer ETH-Erhebung ist der Anteil von IT-Investitionen an den Gesamtinvestitionen der Unternehmen in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen.

publiziert am 28.11.2022
image

OVHcloud bekommt 200 Millionen Euro für neue RZs

Erstmals gewährt die Europäische Investitionsbank ein Darlehen im Cloud-Sektor. OVH will damit in Europa expandieren, und IDC anerkennt das Unternehmen neu als Hyperscaler.

publiziert am 28.11.2022