Mit Open Source aus der Krise?

1. April 2010, 09:17
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Starkes Umsatzwachstum und Expansionspläne von Red Hat Schweiz.

Starkes Umsatzwachstum und Expansionspläne von Red Hat Schweiz.
Der Open-Source-Spezialist Red Hat, der von der Pflege und der Wartung von opensource-basierter Unternehmenssoftware lebt, hat die Krise elegant umschifft stammen. In der zweiten Jahreshälfte 2010 soll zudem ein Büro in Zürich eröffnet werden.
Der Umsatz von Red Hat in der Schweiz konnte gemäss Günther um über 20 Prozent gesteigert werden. Auch der Gewinn sei gewachsen. Absolute Zahlen nannte er allerdings nicht. Wiederum kamen sowohl im Linux- als auch im JBoss-Bereich einige neue Kunden hinzu – vor allem aus der Versicherungsbranche. Finanzdienstleister machen einen grossen Teil der Red-Hat-Kunden in der Schweiz aus. Hinzu kommen Unternehmen der Telekom- und der Pharma-Branche. Bekannte Kunden sind etwa Swisscom und der liechtensteinische Werkzeughersteller Hilti. "Wir reden vermehrt mit potenziellen Kunden, für die Open Source bisher kein Thema war", beschreibt Günther die aktuelle Situation in der Schweiz.
Ein zunehmend wichtiges Segment für Red Hat ist die öffentliche Hand – nicht von ungefähr führt Red Hat die Gruppe von Open-Source-Firmen an, die sich gegen die ausschreibungslose Auftragsvergabe des Bundes an Microsoft wehren. Mit Hinweis auf das laufende Verfahren wollte sich Günther nicht zu diesem Thema äussern. Im Allgemeinen sei aber zu sagen, dass Red Hat in der Schweiz zurzeit vor allem auf kommunaler und kantonaler Ebene aktiv sei. Der Wunsch sei es aber, auch beim Bund stärker präsent zu sein. Insgesamt zählt Red Hat 250 Schweizer Unternehmen zu seinen Kunden.
Red Hat will nun in der Schweiz den indirekten Kanal, den sogenannten Channel, stärken. Was genau geplant ist, lesen Sie in unserem Artikel auf inside-channels.ch, unserer News-Site für den Schweizer ICT-Channel. (Maurizio Minetti)

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