Mit SwissID und iGovPortal will der Kanton Solothurn digital aufholen

15. Oktober 2018, 13:05
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Die E-Government-Strategie des Kantons Solothurn gewinnt an Konturen.

Die E-Government-Strategie des Kantons Solothurn gewinnt an Konturen. Ein Element ist der Beitritt des Kantons zum Verein iGovPortal, den die Solothurner Regierung kürzlich entschieden hat.
Während mit einer Ausschreibung die Umsetzung angelaufen ist, sind der Zeitplan und ein weiteres Element der Strategie bekannt geworden.
2019 soll das iGovPortal im Kanton Solothurn implementiert werden, ab 2020 soll es den Solothurner Einwohnern zur Verfügung stehen. Konkret können diese dann nicht nur die Steuererklärung elektronisch einreichen, sondern erhalten laut 'Solothurner Zeitung' auch Zugriff auf das eigene Steuerkonto. Heute bestehende E-Government-Services sollen ebenfalls in das Portal integriert werden, ebenso die Einreichung von Online-Baugesuchen.
Ebenso will man als weiteren Schritt ab 2020 die E-ID einsetzen. Dabei ist offenbar entschieden, dass man auf die neue, privatwirtschaftliche SwissID setzen wird, den Nachfolger der viel gescholtenen SuisseID. "Wir gehen davon aus, dass wir die SwissID möglichst bald nach Inkrafttreten des E-ID-Gesetzes ebenfalls einsetzen werden", lässt sich jedenfalls Beat Wyler, Leiter der Stabsstelle E-Government der Staatskanzlei, Zitieren.
Auch der Verein iGovPortal hat sich laut der Website für die neue SwissID entschieden. Klappt das, so dürfte das für die neue E-ID ein Schritt auf dem Weg zum Erfolg sein. Ohne breite Behördenakzeptanz droht nämlich ein weiterer Flop.
Die kantonalen E-Government-Pläne werden auch vom Verband Solothurner Einwohnergemeinden (VSEG) mitgetragen: Nun sei der Stau in der E-Government-Entwicklung gelöst, so ein Vertreter in der 'Solothurner Zeitung'.
Im Vergleich mit anderen Kantonen, sagte Wyler, stehe Solothurn in Sachhen E-Government derzeit "eher im hinteren Mittelfeld". (mag)

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