Mitarbeitende von Tech-Firmen wollen fürs Klima streiken

18. September 2019, 14:25
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Am 20.

Am 20. September beginnt mit einem Streiktag gefolgt von einer Woche mit weltweiten Aktionen der "Global Climate Strike", der unter anderem ein Ende der fossilen Brennstoffe fordert. In den USA wollen auch zahlreiche Mitarbeitende von Tech-Konzernen wie Amazon, Facebook, Google und Microsoft am Streik teilnehmen.
Über 1400 Angestellte von Amazon haben angekündigt, am 20. September ihre Büros in den USA zu verlassen und mit einem Streik gegen die CO2-Bilanz ihres Unternehmens zu protestieren, berichtet 'Vice'. Auf Twitter mobilisieren sie mit dem Hashtag #AMZNclimate.
In der Folge erklärten auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von weiteren US-Tech-Firmen, für das Klima in den Streik zu treten. Bei Facebook hat sich eine Gruppe "Facebook Employees for Climate Action" gegründet. Die "Google Workers for Action on Climate" verkündeten, dass mindestens 400 Mitarbeitende an den Protesten teilnehmen wollen. Auch Microsoft-Angestellte haben sich als "Microsoft Workers 4 Good" angeschlossen. Sie alle fordern, dass ihre Firmen die Verträge mit Öl- und Gasunternehmen aufkünden.
Gemäss "Global Climate Strike" werden sich ausserdem über 1000 Websites und Tech-Firmen wie WordPress, Tumblr, Kickstarter und andere am 20. September an einem "Digital Climate Strike" beteiligen. Sie wollen die Forderungen des globalen Klimastreiks über soziale Medien verbreiten, Werbeflächen spenden oder Banner mit Streikaufrufen platzieren. Einige Unternehmen planen zudem, am 20. September ihre physischen und Online-Shops ganz zu schliessen.
In der Schweiz beginnt am 20. September ebenfalls eine Aktionswoche "Global Week for Future", die am Freitag 27. September in zahlreichen Streiks gipfeln soll und am 28. September mit einer nationalen Demonstration in Bern beendet wird. Diese wird von der Schülerbewegung "Klimastreik Schweiz" und weiteren Organisationen und Gruppierungen getragen.
Ob sich auch Mitarbeitende von den Schweizer Niederlassungen der Tech-Riesen am Streik beteiligen werden, ist bis jetzt nicht bekannt. Bei Microsoft Schweiz weiss man zum Beispiel nichts von einer gezielten Mobilisierung. Auf Anfrage von inside-it.ch schreibt die Medienstelle von Microsoft: "Selbstverständlich überlassen wir es unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ob sie an einer solchen Veranstaltung teilnehmen wollen. Die Klimadiskussion ist uns sehr wichtig und wir beteiligen uns global in den verschiedensten Formen, um dieses Thema voranzutreiben."
Update (19.9.): Bei Google Schweiz teilt man mit, dass die Teilnahme am externen Klimastreik "in der individuellen Kapazität und zeitlichen Verfügbarkeit jedes einzelnen Google-Mitarbeitenden" liege. Zudem verweist man auf ein aktuelles Interview mit Kate Brandt, Chief Sustainability Officer bei Google. Diese sagte gegenüber 'Capital': "Die 'Fridays for Future'-Bewegung finde ich sehr inspirierend. Es ist wichtig, dass junge Menschen ihre Stimme einsetzen, um auf die Bedeutung einer nachhaltigen Wirtschaft und den Klimaschutz aufmerksam zu machen." (paz)

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