Mobile Payment 3.0: Man kann nun mit seinem Gesicht bezahlen

5. September 2017, 09:34
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China ist der weltgrösste Markt für Mobile Payments und der Markt wächst auch rasch.

China ist der weltgrösste Markt für Mobile Payments und der Markt wächst auch rasch. Bislang bezahlten Millionen von Chinesen via QR-Code. Unter den Platzhirschen will Alipay – mit aktuell laut 'Tech in Asia' total 400 Millionen monatlich aktiven Nutzern – WeChat und ApplePay auf die Plätze verweisen. "Smile to pay" heisst eine neue Möglichkeit: Zahlen via Gesichtserkennung.
Dabei benötigt man kein NFC und kein Smartphone mehr, falls man die Alipay-App hat und Gesichtserkennung aktiviert ist. Man bestellt via einen grossen POS-Touchscreen, authentifiziert sich per integrierter 3D-Kamera und bestätigt die Zahlung mit einem Fingertippen. Laut 'TechCrunch' kann die Telefonnummer als zusätzliche Authentifizierung dienen.
Inwiefern man wirklich lachen muss bei der Bezahlung, ist noch unklar. Promo-Videos suggerieren mindestens, dass "Smile to pay" auch funktioniert, wenn man eine blaue Perücke trägt. Makeup oder unvorteilhaftes Licht sollen ebensowenig Probleme bereiten.
Der weltweite Pionier ist ein Fastfood-Restaurant in Hangzhou, einer Millionenstadt südwestlich von Shanghai.
Eine Beta-Version der Technologie hat Alibaba, der Konzern hinter Alipay, vor zwei Jahren an der CeBIT in Hannover demonstriert. Technologisch basiert "Smile to pay" auf der Lösung "Face++" des chinesischen Startups Megvii. Dieses hat unter anderem von Foxconn 150 Millionen Dollar als Investition erhalten.
Alipay arbeitet offenbar auch an Authentifizierungs-Möglichkeiten via Aussprechen eines Passworts und Tätowierungen. (mag)

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