Mobilezone steht vor einer Reorg

9. Juli 2014, 11:26
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Der Telco-Dienstleister schliesst Filialen und setzt auf Wearables.

Der Telco-Dienstleister schliesst Filialen und setzt auf Wearables.
Der Schweizer Telekomdienstleister Mobilezone will rund zehn Filialen schliessen. Mittelfristig rechne man noch mit 120 Shops, statt den bisherigen 130, sagte Mobilezone-Chef Markus Bernhard in einem Interview mit der 'Finanz und Wirtschaft'.
"Nach der Boomphase vor vier Jahren ist eine Konsolidierung eingetreten", präzisierte der Kommunikationschef von Mobilezone, Gregor Vogt, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die Profitabilität der Filialen müsse deshalb laufend überprüft werden. Während einzelne Geschäfte verschwänden, würden andere wiederum ausgebaut.
Welche Standorte vom Abbau betroffen sind, konnte Vogt nicht sagen. "Es ist noch nichts endgültig entschieden", sagte er. In den nächsten zwei bis vier Jahren werde es aber in allen Regionen der Schweiz Schliessungen geben. Die betroffenen Mitarbeitenden sollen nach Möglichkeit in anderen Filialen beschäftigt werden. Laut Angaben auf der Internetseite beschäftigt das Unternehmen rund 800 Mitarbeitende in der Schweiz.
Wachstum dank Fitness-Armbändern
Trotz des schwierigen Umfelds setzt Mobilzone weiterhin auf das Kerngeschäft, den Handy-Verkauf. "In diesem Jahr brechen wir den Fünfjahrestrend und werden den Umsatz voraussichtlich halten", sagte Bernhard im Interview. So dürften beispielsweise dank dem neuen Tarifmodell von Sunrise wieder mehr Leute Handys kaufen.
Zudem verfüge man über eine hohe Kompetenz bei Beratungen. Bei Konkurrenten wie etwa der Post würden Kunden "nicht so wie bei uns" beraten, sagte Bernhard. Dies sei insofern wichtig, da mehr als die Hälfte der Schweizer Handybenutzer mit einem nicht optimalen Preisplan unterwegs seien.
Nebst Telefonen fokussiert Mobilzone zudem vermehrt auf Zubehör. "Das Geschäft bringt hohe Margen", sagte Bernhard. Künftig verkaufe man insbesondere Wearables: Smartwatches und Fitness-Armbänder. Auch sei geplant, gebrauchte Smartphones in den Filialen gegen Bargeld aufzukaufen. "So etwas macht bislang niemand in der Schweiz." (sda/lvb)

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